Eigentlich hatte ich gestern früh gehofft, in der Saalbachniederung vielleicht einen Flussregenpfeifer im Prachtkleid vor die Kamera zu bekommen. Sie waren zwar anwesend, aber flogen nur gelegentlich weit entfernt eine Schleife. Die Schlammflächen waren mangels Regen überhaupt recht trocken und verwaist. Enten, Gänse, Schwäne und gefühlt tausende Blässhühner schwammen herum. Aber es gab auch einiges an Rohrsängern, die im Morgenlicht zum Konzert antraten.

- Drosselrohrsänger
- Größe: 198.06 KiB, 277 mal betrachtet
Ja, der war so laut wie er aussieht, und ließ sich auch von weiteren Fotografen nicht beeindrucken.
Etwas melodischer, leiser und nicht gar so exponiert war der kleinere Verwandte unterwegs:

- Sumpfrohrsänger
- Größe: 178.99 KiB, 277 mal betrachtet
In einem einzeln stehenden Baum zwischen Wiese und Schilfsaum hörte man schon von weitem jemanden schimpfen. Noch bevor ich den in der Krone ausmachen konnte, entdeckte ich offen vor dem Gestrüpp ein paar Meter weiter das hier:

- Schwarzkehlchen, Jungvogel
- Größe: 279.87 KiB, 277 mal betrachtet
Kurz darauf stellte sich der Unruheherd im Baum als die Mutter dazu heraus. Und Papa saß ein ganzes Stück weiter weg.

- Schwarzkehlchen, Männchen
- Größe: 193.03 KiB, 277 mal betrachtet
Vielleicht war die Familie gerade an dem Punkt, an dem sie meinten, dass der Nachwuchs allmählich mal für sich selber sorgen sollte.
Auf dem Rückweg sah ich hinter den Bäumen, die den Baggersee vom Kieswerk umgeben, eine Greifvogelsilhouette davonfliegen. Erstaunlicherweise war er aber dann nicht verschwunden, sondern kam nach ein paar Runden zurück, über die Bäume und immer näher. Das ging so schnell, dass ich das Erstaunlichste an diesem Schwarzmilan erst zuhause auf den Fotos entdeckte:

- Schwarzmilan
- Größe: 161.8 KiB, 277 mal betrachtet
Er hatte sein zweites Frühstück aus dem See dabei - oder das für den Nachwuchs (?) ... irgendwo. Und er war ziemlich zerfleddert.
Zum Abschluss noch ein weiteres Foto des Drosselrohrsängers. Wenn er kurz mal durchschnaufte zwischen seinen Arien und den Schnabel nicht ganz geschlossen hielt, sah man, dass er beim Singen scheinbar einiges an Speichel produzierte - jedenfalls meine Interpretation.

- Drosselrohrsänger
- Größe: 167.64 KiB, 277 mal betrachtet
Schöne Grüße. Ilja.
edit: Das Schwarzkehlchen im Baum war die Mutter, kein Geschwister.