Dorngrasmücke (ein wenig von der Norm abweichender Gesang)
Gruß Bodo
Re: Vogelstimmen April (ab 17.04.) bis Juni
Verfasst: 21 Mai 2018, 11:06
von Bodo
Sumpfrohrsänger
Teichrohrsänger
Gruß Bodo
Re: Vogelstimmen April (ab 17.04.) bis Juni
Verfasst: 22 Mai 2018, 17:22
von MarFra
Liebe Leute,
vorgestern am frühen Abend war ich im östlichen Berlin bei den ehemaligen Falkenberger Rieselfeldern. Aus einer Langgraswiese kam ein mir unbekannter Ruf, den man vielleicht mit einem leicht blubbernden, aufsteigenden Trillern beschreiben kann. Leider hat sich das Wesen nur ein einziges Mal geäußert. Ich tendiere zu einem Rallen- oder Hühnervogel. Der "Wachtelschlag", den ich mir bei Xeno-Canto angehört habe, war es definitv nicht, allerdings käme das Klangvolumen schon hin. Können Wachteln auch anders?
Ich würde mich freuen, wenn jemand trotz dieser dürftigen Informationen eine Idee hat.
Herzliche Grüße
Martin F.
Re: Vogelstimmen April (ab 17.04.) bis Juni
Verfasst: 22 Mai 2018, 19:14
von Bodo
Sind dort Kleinstgewässer wie Gräben o.a. ? Spontan denke ich an Teichhuhn, die rufen oft nur einmal.
vorgestern am frühen Abend war ich im östlichen Berlin bei den ehemaligen Falkenberger Rieselfeldern. Aus einer Langgraswiese kam ein mir unbekannter Ruf, den man vielleicht mit einem leicht blubbernden, aufsteigenden Trillern beschreiben kann.
Ich tippe auf ein Kuckucksweibchen. Die trillern, wenn sie ihre Eier ablegen. Klang es so?
die Gewässer sind von dieser Stelle noch ziemlich weit entfernt und der Ruf des Teichhuhnes ist mir bekannt, das war es auf keinen Fall. Trotzdem vielen Dank für die gute Idee.
Liebe Annette,
Bingo, das kommt klanglich den jämmerlichen Resten meiner Erinnerung schon verdammt nah.
Kuckucke waren auch in der Nähe. Lediglich der Umstand, dass der Ruf aus einer großen Wiese und nur einige Meter vom Spazierweg entfernt kam, ist mit meinen bisherigen Kuckuckserfahrungen schwer kompatibel. Und obwohl ich vor Jahren schon einmal solch ein trillerndes Weibchen auf einem Baum beobachten konnte, wäre ich ohne Deine Hilfe nicht mehr darauf gekommen. Vielen, vielen Dank!
Ach? Ich höre diesen Ruf oft, aber immer von Vögeln, die irgendwo im Baum sitzen, oft während einer „Verfolgungsjagd“ – jedenfalls nicht beim Eierlegen. Und auch nicht nur von Weibchen.
Ach? Ich höre diesen Ruf oft, aber immer von Vögeln, die irgendwo im Baum sitzen, oft während einer „Verfolgungsjagd“ – jedenfalls nicht beim Eierlegen. Und auch nicht nur von Weibchen.
Herzliche Grüße – Martin
Ich höre die Rufe häufig aus dem Schilf und da werden die Kuckucksweibchen nach Teichrohrsängernestern suchen, wüsste jedenfalls nicht, was sie sonst dort zu suchen hätten. In einer hohen Wiese sind es dann wohl Sumpfrohrsängernester.
Ach? Ich höre diesen Ruf oft, aber immer von Vögeln, die irgendwo im Baum sitzen, oft während einer „Verfolgungsjagd“ – jedenfalls nicht beim Eierlegen. Und auch nicht nur von Weibchen.
Trillern auch Männchen? Im Svensson ist es nur für die Weibchen beschrieben, ist das falsch?
Ach? Ich höre diesen Ruf oft, aber immer von Vögeln, die irgendwo im Baum sitzen, oft während einer „Verfolgungsjagd“ – jedenfalls nicht beim Eierlegen. Und auch nicht nur von Weibchen.
Trillern auch Männchen? Im Svensson ist es nur für die Weibchen beschrieben, ist das falsch?
OK – was das betrifft, bin ich mir nicht ganz sicher. Hatte aber erst gestern diese Situation: In einem Baum sitzt ein grauer Kuckuck, der einmal trillert. Etwas später fliegt in der Nähe ein brauner Kuckuck los, und der graue fliegt gleich hinterher. Ich habe das so interpretiert, dass der graue ein Männchen war – kann natürlich auch falsch sein.
Wie auch immer – der Ruf hat m.E. nichts bzw. nicht nur was mit dem Eierlegen zu tun. Wie gesagt höre ich ihn meistens in „Erregungssituationen“ hoch oben im Baum, meistens in Verbindung mit Verfolgungsjagden zweier oder mehrerer Kuckucke. Für mich war das demnach bisher immer ein Ausdruck von Erregung …
In einer hohen Wiese sind es dann wohl Sumpfrohrsängernester.
Öhm … Sumpfrohrsänger brüten aber doch nicht in Wiesen …
Doch, sofern die Wiesen hoch stehen, extensiv bewirtschaftet und reichhaltig strukturiert sind, was bei den Falkenberger Rieselfeldern zutrifft. Genau dort habe ich sie angetroffen und so steht es im Übrigen auch in den Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands.