sehr schön, diese jungen Rauchschwalben mit dem dunkelgrünen Hintergrund!
hallo Petra
merci, merci. mit der Fernsicht mag es stimmen. meine Sehschärfe hat aber trotzdem abgenommen. im Nahbereich, wie für diese Aufnahmen am Handy und fürs Schreiben geht leider nichts mehr ohne Lesebrille.
PetraS hat geschrieben: ↑05 Jul 2026, 14:18
habe tatsächlich gerätselt, was die Schwalbe denn im Schnabel hat
die halte ich für eine dieser Prachtlibellen. wahrscheinlich keine Gebänderte. die gehören ja bekanntlich zu den Kleinlibellen. Körper und Flügel der Libelle werden durch den Luftwiderstand im Flug gestaucht. so ergibt sich bei dieser schönen Aufnahme ein ungewöhnlicher direkter Vergleich der Proportionen, bei den zwei Fliegern, was ich immer sehr reizvoll finde.
der Körper dieser kleinen Schwalbe erscheint noch kleiner durch den ca. 20 bis 30 Grad geneigten Betrachtungswinkel (Schwanzgefieder und Hinterende sind noch weiter abgeknickt) so dass man auf den ersten Blick eine größere Libelle vermuten würde, als es in Wirklichkeit ist. mir erging es jedenfalls so.
Mehlschwalben sind ja kaum größer als Uferschwalben und wiegen im Schnitt ca. 19 Gramm. also etwa gleich viel wie eine Kohlmeise. wobei bei der Schwalbe fast alles auf die Brustmuskulatur kommt. die Beinmuskulatur ist zu vernachlässigen.
vor ein paar Jahren hatte ich zuletzt eine adulte Mehlschwalbe in der Hand. die war erschreckend leicht gewesen.
hatte sie an einem Sommernachmittag auf dem Kopfsteinpflaster des hiesigen Marktplatzes gefunden, hinter dem Brunnen, wo sie krampfhaft erfolglos zu starten versuchte. sie war wohl irgendwo an den nahen Gebäuden oder mit dem Brunnengestänge kollidiert. offensichtlich hatte sie ein Schädeltrauma. äußere Verletzungen waren keine zu erkennen gewesen. weiß aber nicht wie lange sie schon dort gelegen hatte.
als ich sie an einer freien Stelle leicht hochwarf aus der flachen Hand, startete sie tatsächlich durch, direkt nach oben. aber ihre Flugbahn hatte Schlagseite und sie flog in einer Kreisbahn bis über die Dächer hinaus und mit vollem Tempo wieder herunter wo sie ungebremst schräg aufs Pflaster aufschlug. es wirkte so als wäre sie blind. trotz des heftigen Aufschlags, bei dem sie sich überschlagen hatte, flatterte sie weiter herum bis zu einem großen Pflanzenkübel, wo sie hilflos entkräftet liegen blieb.
ich legte sie daraufhin in den Pflanzenkübel auf die trockene Erde in den Schatten der dunklen Wandung. sie war immer noch äußerlich unverletzt, drehte sich aber auch weiter manchmal krampfhaft flatternd zur Seite, so dass die weißen befiederten Füsse in die Luft ragten. kein schöner Anblick.
ich musste weiter. eine Mutter mit ihrer Tochter erklärten sich bereit weiter auf die Schwalbe aufzupassen, ob sie sich vielleicht nicht doch noch erholen würde.
glaube nicht, dass sie es noch geschafft hat. ihr Partner wird wohl alleine weitergefüttert haben müssen. in der kleinen Kolonie dort am Oberen Marktplatz ist bis heute weiterhin reger Betrieb.

ich stelle mir jedes mal vor, wenn ich diese Schwalbenkolonie sehe, dass ihre Nachkommen immer noch mit dabei sind.
Grüße
Alcedo