Begegnung mit einem Jäger
Verfasst: 20 Sep 2020, 12:36
Leider kurier ich ich gerade einen ziemlich brutal zuschlagenden grippalen Infekt aus, so dass ich nur früh morgens eine naturkundliche Runde ums Haus schaffe. Heute begegnete ich gegen 7:00 einen Jäger, der eine Wiese beobachtete, die direkt am Wohngebiet vorbeiführte. Weil er freundlich grüßte, wollte ich mal die Chance nutzen mit einem Freund der Jagd zu sprechen. Auch weil in dem vogel- und wildtierarmen Gebiet häufig Schüsse zu hören sind und neuerdings auf dieser Wiese sogar ein Luxus-Hochstand aufgebaut wurde. Meine Frage war, auf was es der Mensch im vollständigen, militaristischen Tarnkleid denn so alles abgesehen hat. Es ging ihm um Wildschweine. Ich hatte sie bisher noch nicht entdecken können, er konnte mir aber Spuren der Tiere nachweisen.
Dann wollte ich wissen, welche Vögel er denn für ihn als Jagdstrecke interessieren würde. Er antwortet natürlich Stockenten aber auch Nil- und Kanadagänse und selbstverständlich "Nesträuber" wie Elster und Rabenkrähe. Ob ihn auch die Waldschnepfe interessieren würde? Er informierte darüber, dass diese Art hier nicht mehr vorkommen würde, er sie als siebenjähriger mit seinem Vater aber noch gejagt hätte. Für Waldschnepfen würde er nach Darß-Zingst fahren, dort wäre die Jagd zu bestimmten Zeiten erlaubt, wie auch das Erlegen der "Bekassine". (Ich hoffe nicht, dass er und seine KumpanInnen es wirklich umsetzen)
Obwohl er mir seinen Namen angab, sah ich keine Veranlassung es ihm gleichzutun. Wusste ich doch, dass die Stimmung schnell kippen konnte. Auf jeden Fall erzählte er mir noch, dass er um diesen Zeit Schüsse, vermeiden würde, um die Menschen in den Häusern nicht zu wecken. Dazu passend setzt er aber kurz auf eine Rabenkrähe an, kommentierte die Szenerie aber mit den Worten. "Mist, die ist wieder abgeflogen". Als etwas provokativ und widerstündlich empfand ich es auch, dass er behauptete, wenn die beiden Nilgänse (in weiter Entfernung) nah genug ran gewesen wären, er sie jetzt erlegt hätte. Dazu griff er auch wieder nach seinem Gewehr. Widersprüchlich behaupte der Mann, dass auch am Sonntag ab Uhr in der Nähe von Wohngebieten geschossen werden dürfe.
Jetzt war der Zeitpunkt für mich ihm deutlich Grenzen zu setzen. Ich kündigte ihm gleich an, dass ich es mit allen Mitteln verhindern werde, dass er in meinem Beisein auf die beiden Gänse schießt, die ich seit Monaten im Gebiet beobachte und ich es auch nicht zulassen werde, dass er Elstern oder Rabenkrähe abknalle. Auch der Jäger ging jetzt gleich in die Vollen, dass er Zeitsoldat bei der Bundeswehr gewesen ist und mit mir leicht fertig werden würde.
Nach einem verbalen Austausch, stieg der Jäger dann in seinen stilechten Jeep mit Kennzeichen einer angrenzenden Stadt.
Nicht ohne mir vorher noch stolz seine Nilgans-Federtrophäe zu präsentieren.
Zu einer körperlichen Auseinandersetzung ist es natürlich nicht gekommen und es ist mir auch wichtig, dass es so bleibt. Die letzten Worte des Mannes war, dass er doch niemals geschossen hätte, weil ich doch erwähnt hätte, dass ich Vegetarier wäre. Ich werde aber trotzdem weiterhin jede einzelne Elster (den fiesen Nesträuber!) im Gebiet mit voller Emotion verteidigen. Gegen (wohl) mehrere Jäger, in einem kleinen Gebiet, dass auch ohne Hobbyjäger gut auskommen würde.
Dann wollte ich wissen, welche Vögel er denn für ihn als Jagdstrecke interessieren würde. Er antwortet natürlich Stockenten aber auch Nil- und Kanadagänse und selbstverständlich "Nesträuber" wie Elster und Rabenkrähe. Ob ihn auch die Waldschnepfe interessieren würde? Er informierte darüber, dass diese Art hier nicht mehr vorkommen würde, er sie als siebenjähriger mit seinem Vater aber noch gejagt hätte. Für Waldschnepfen würde er nach Darß-Zingst fahren, dort wäre die Jagd zu bestimmten Zeiten erlaubt, wie auch das Erlegen der "Bekassine". (Ich hoffe nicht, dass er und seine KumpanInnen es wirklich umsetzen)
Obwohl er mir seinen Namen angab, sah ich keine Veranlassung es ihm gleichzutun. Wusste ich doch, dass die Stimmung schnell kippen konnte. Auf jeden Fall erzählte er mir noch, dass er um diesen Zeit Schüsse, vermeiden würde, um die Menschen in den Häusern nicht zu wecken. Dazu passend setzt er aber kurz auf eine Rabenkrähe an, kommentierte die Szenerie aber mit den Worten. "Mist, die ist wieder abgeflogen". Als etwas provokativ und widerstündlich empfand ich es auch, dass er behauptete, wenn die beiden Nilgänse (in weiter Entfernung) nah genug ran gewesen wären, er sie jetzt erlegt hätte. Dazu griff er auch wieder nach seinem Gewehr. Widersprüchlich behaupte der Mann, dass auch am Sonntag ab Uhr in der Nähe von Wohngebieten geschossen werden dürfe.
Jetzt war der Zeitpunkt für mich ihm deutlich Grenzen zu setzen. Ich kündigte ihm gleich an, dass ich es mit allen Mitteln verhindern werde, dass er in meinem Beisein auf die beiden Gänse schießt, die ich seit Monaten im Gebiet beobachte und ich es auch nicht zulassen werde, dass er Elstern oder Rabenkrähe abknalle. Auch der Jäger ging jetzt gleich in die Vollen, dass er Zeitsoldat bei der Bundeswehr gewesen ist und mit mir leicht fertig werden würde.
Nach einem verbalen Austausch, stieg der Jäger dann in seinen stilechten Jeep mit Kennzeichen einer angrenzenden Stadt.
Nicht ohne mir vorher noch stolz seine Nilgans-Federtrophäe zu präsentieren.
Zu einer körperlichen Auseinandersetzung ist es natürlich nicht gekommen und es ist mir auch wichtig, dass es so bleibt. Die letzten Worte des Mannes war, dass er doch niemals geschossen hätte, weil ich doch erwähnt hätte, dass ich Vegetarier wäre. Ich werde aber trotzdem weiterhin jede einzelne Elster (den fiesen Nesträuber!) im Gebiet mit voller Emotion verteidigen. Gegen (wohl) mehrere Jäger, in einem kleinen Gebiet, dass auch ohne Hobbyjäger gut auskommen würde.