Moin Moin!
So, die Kräfte sind wieder auf das gewohnte Maß zurück gekehrt und so kann ich auch einmal von diesem ereignisreichen Tag berichten. Hat mal wieder mächtig Spaß gemacht.
Ich habe mich um 4.40 Uhr mit einem Freund von uns aus mit dem Fahrrad aufgemacht umd pünktlich um 5.00 Uhr in der Mitte des NSG´s starten zu können. Freundlicherweise haben auf dem Weg dahin auch noch keine nennenswerte Arten den Schnabel aufgerissen. Wäre auch zu ärgerlich gewesen da wir sie nicht hätten aufschreiben dürfen. Am vorgesehenen Punkt im Zentralmoor des "Elmpter Schwalmbruchs" angekommen fingen unser dortigen Zielarten Blaukehlchen und Feldschwirl auch direkt an zu singen. Das war schon einmal perfekt. Und dann rief auch noch völlig unerwartet ein Wendehals. Voll Klasse!
Nach kurzer Zeit ging es dann auch schon vorbei an Baumpieper, Gartenrotschwanz, Waldkauz und Co. weiter zu einer alten sandgrube wo wir die andere Hälfte des Teams treffen wollen. Die sollten dort schon einmal nach der Wasseralle und dem Uhu Ausschau halten. Diese haben sich aber wohl nicht feststellen lassen. Schade...
Gemeinsam wurde noch Kernbeißer und Waldlaubsänger abgehakt ehe es in den Lüsekamp ging.
Im Lüsekamp waren drei Stunden Aufenthalt geplant. Die haben wir hier auch verbracht. Highlights hier waren der erste Neuntöter des Jahres, Grauschnäpper, Kolkrabe, Grünschenkel, Flußuferläufer, Rohrweihe, Steinschmätzer und Braunkehlchen. Leider ließen sich Weidenmeise, Tannenmeise, Kleinspecht, Wiesenpieper und Baumfalke nicht blicken. Das war schlecht da es später schwierig werden würde zumindest die Weidenmeise, die Tannenmeise und den Wiesenpieper zu ticken. Aber trotzdem war es eine sehr angenehme wenn auch kalte Zeit (Bodenfrost...).
Bevor es dann zu uns zum Brunch ging (meine Liebste hatte alles lecker vorbereitet) haben wir noch einen Abstecher an einen Seitenkanal der Schwalm gemacht um dort noch erfolgreich Mittelspecht und Eisvogel "mitzunehmen".
Gestärkt vom Brunch ging es dann mit zwei Autos coronakonform weiter zu Girlitz, Wanderfalke und Uhu. Der Uhu ließ sich ungestört auf seinem Horst beobachten (wenn man weiß, wo die Lücke im Gebüsch ist, ist es ganz einfach). Man, sind die Kleinen schon groß geworden!
Am Rohrdommelprojekt lief es dann etwas schleppend und ich wäre doch etwas enttäuscht gewesen. Aber immerhin zogen hier die ersten Wespis des Jahres durch. Jipie!
Weiter ging es zur Abgrabung Graverdyk die sich während des Frühjahrs als ein Hotspot etabliert hat. Hier haben wir dann endlich Klappergrasmücke und Nachtigall erwischt und an Stelzen konnten wir hier noch Trauerbachstelze und Thunbergschafstelze mit auf die Liste setzen. Feine Sache. Enttäuschend waren dagegen die Limis (nur Grünschenkel, Flußuferläufer und Flußregenpfeifer die wir alle schon hatten) und die Möwen (gar keine).
Auf dem Weg zum nächsten Gebiet, der neuen Niersrenaturierung im fritzbruch gab es dann noch einen Paradieskasarka. Der musste für uns extra noch auf die Meldeliste mit aufgenommen werden da sie noch nie zuvor bei einem Birdrace gemeldet wurde. Etwas Gaga, aber die Spielregeln blassen den Vogel zählen
Im Fritzbruch selber konnten wir dann eigentlich nur Waldwasserläufer, Waldohreule und Mandarinente neu auf die Liste nehmen. Da die Zeit bis zum Sonnenuntergang langsam knapp wurde ging es daher schnell weiter in den Salbruch. Hier flog uns gleich ein weiteres Highlight um die Ohren: ein Löffler ist bei uns nur selten zu sichten! Weitere Arten waren hier noch Weißwangengans und Schwarzmilan. Und dann noch ein weiterer rufender Wendehals. Knaller - dafür das er in der Region schon seit Jahren ausgestorben ist...
Leider reichte die Zeit nicht mehr um noch ins Depot zu fahren und nach dem Ziegenmelker und der Waldschnepfe zu suchen. Deshalb haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, lieber noch nach dem fehlenden Steinkauz und dem Rebhuhn zu suchen. Dies gelang leider auch nicht mehr.
Trotzdem waren wir alle beseelt von dem schönen Tag. Wir haben ihn mit insgesamt 108 Arten abgeschlossen...
Jederzeit gerne wieder!
Beste Grüße
Holger