Objektiv-Tipp EF 70-300mm f/4-5,6 IS II USM
Verfasst: 10 Mai 2018, 12:09
Hallo an alle Foto-Vogel-Fans, die mit Canon DSLR in der Pampa unterwegs sind!
seit 2015 bin ich mit einer 700D und einem EF 70-200mm f/4L IS USM unterwegs, um hauptsächlich Vögel und andere Tiere / Pflanzen vor die Linse zu bekommen. Manchmal sind 200mm etwas zu wenig und so hielt ich schon länger Ausschau nach einem Objektiv mit längerer Brennweite. Aber wenn man sich die Preise anschaut wird dem einen oder anderen sicher schon mal schummrig. Also ließ ich davon erst mal ab.
Seit einiger Zeit ist nun häufiger auch meine Frau mit einer 750D und einem EFS 15-85mm f/3,5-5,6 IS USM mit auf Tour und wollte natürlich neben Landschaften auch mal "etwas näher ran" an Objekte wie Schmetterlinge, Vögel etc, was mit 85mm nun nicht wirklich gelingt. Also wühlte ich wieder in den Tiefen des WEBs nach einem geeignetem Objektiv, damit sie mir nicht immer meine Kamera vom Hals rupfen muss
Da ich gerne die Canon-eigenen Funktionen zur Korrektur von Abbildungsfehlern nutze, sollte es ein Canon-Objektiv werden.
Vor ein paar Wochen dann wurde ich auf ein Objektiv aufmerksam, dass irgendwann Anfang 2017 von mir vollkommen unbemerkt auf den Markt kam, das Canon EF 70-300mm f/4-5,6 IS II USM.
Das, was man darüber im Internet finden kann sah alles recht positiv aus und so kam das Teil dann diese Woche hier an.
Das Objektiv wiegt genauso viel, wie das EF 70-200mm L, nämlich ca 710g. Es ist eingefahren 14cm lang (bei 70mm) und ca 21cm bei Endbrennweite 300mm, ohne Streulichtblende. Das Teil liegt gut in der Hand, der Zoomring dreht relativ schwer ist aber noch OK. Der Autofokus ist der Hammer!, blitzschnell, leise und treffsicher. Der Bildstabi ist ebenfalls lautlos, nicht wie bei meinem 70-200er L, wo der immer gurgelt und somit ziemlich laut ist
Das ganze Objektiv sagt einfach kaum einen Mucks, selbst bei Kameraeinstellung auf "AI Servo" (was bei mir eigentlich immer aktiviert ist).
Das Objektiv hat oben nahe der Kamera so eine LCD-Anzeige über die man sich streiten könnte - ich habe sie abgeschaltet
Worauf es beim Fotografieren natürlich am meisten ankommt ist die Abbildungsqualität. Und da gibt es echte Überraschungen, wie auch schon vielfach im WEB bekundet. Hier nun ein paar unbearbeitete Bilder als 100% Ausschnitt aus dem Bildzentrum:
70 mm f/4,0 (Offenblende) 135 mm f/5,0 (Offenblende) 200 mm f/5,6 (Offenblende) Zum Vergleich 200 mm mit dem EF 70-200mm f/4L IS USM bei f/4 (Offenblende) 300 mm f/5,6 (Offenblende) Zum Schluss noch ein Bild durch das Küchenfenster, 300 mm f/5,6 Alle Bilder wurden ohne Stativ aufgenommen bei ISO 400, Kamera war EOS 700D im RAW-Modus, AI Servo, Spotmessung Zentrum, AV (Belichtungsautomatik). Die Bilder sind unbearbeitet wie sie aus der Kamera purzeln, außer der Stieglitz(!).
Das kann sich echt sehen lassen, wie ich finde. Das Vergleichsbild bei 200 mm zeigt, dass das 70-200mm L nicht viel besser ist als das deutlich preiswertere 70-300mm.
Also wer da noch etwas im mittleren Preisbereich sucht wird hier evtl. fündig.
Kurze, subjektive Zusammenfassung:
Plus:
- relativ leicht für ein Zoom in dieser Kategorie
- sehr gut verarbeitet
- sehr leise im Betrieb
- Frontlinse dreht sich nicht mit (Innenfokussierung) Mein Fehler: Das ist keine Innenfokussierung!
- guter Zoombereich
- sehr schneller und präziser Autofokus
- in den Fokus kann manuell eingegriffen werden
- sehr guter, nahezu lautloser Bildstabilisator
- gute bis sehr gute Abbildungsleistung
- gute Nahdistanz (1,2 Meter)
- Metallbajonett, also kein Plastik am Kameraanschluss
- für mich sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis
Neutral:
- LCD-Anzeige, wers braucht...
Minus:
- wie immer: keine Streulichtblende im Lieferumfang, original Canon-Blende ist sau-teuer, es gibt sehr gute Alternativen für unter 20 Euro
- keine Objektivschelle möglich, das Set ist kopflastig und es muss die Kamera auf das Stativ geschnallt werden
- sieht ausgefahren bei Endbrennweite irgendwie blöd aus
Übersicht Blendenzahl zu Brennweite:
f/4 70 - ca 76mm
f/4,5 von ca 77 - ca 105mm
f/ 5,0 von ca 106 - ca 175mm
f/5,6 von ca 176 - 300mm
Wir laufen ab sofort wahrscheinlich mit 3 Kameras durch die Landschaft
Viele Grüße
Matthias
seit 2015 bin ich mit einer 700D und einem EF 70-200mm f/4L IS USM unterwegs, um hauptsächlich Vögel und andere Tiere / Pflanzen vor die Linse zu bekommen. Manchmal sind 200mm etwas zu wenig und so hielt ich schon länger Ausschau nach einem Objektiv mit längerer Brennweite. Aber wenn man sich die Preise anschaut wird dem einen oder anderen sicher schon mal schummrig. Also ließ ich davon erst mal ab.
Seit einiger Zeit ist nun häufiger auch meine Frau mit einer 750D und einem EFS 15-85mm f/3,5-5,6 IS USM mit auf Tour und wollte natürlich neben Landschaften auch mal "etwas näher ran" an Objekte wie Schmetterlinge, Vögel etc, was mit 85mm nun nicht wirklich gelingt. Also wühlte ich wieder in den Tiefen des WEBs nach einem geeignetem Objektiv, damit sie mir nicht immer meine Kamera vom Hals rupfen muss
Vor ein paar Wochen dann wurde ich auf ein Objektiv aufmerksam, dass irgendwann Anfang 2017 von mir vollkommen unbemerkt auf den Markt kam, das Canon EF 70-300mm f/4-5,6 IS II USM.
Das, was man darüber im Internet finden kann sah alles recht positiv aus und so kam das Teil dann diese Woche hier an.
Das Objektiv wiegt genauso viel, wie das EF 70-200mm L, nämlich ca 710g. Es ist eingefahren 14cm lang (bei 70mm) und ca 21cm bei Endbrennweite 300mm, ohne Streulichtblende. Das Teil liegt gut in der Hand, der Zoomring dreht relativ schwer ist aber noch OK. Der Autofokus ist der Hammer!, blitzschnell, leise und treffsicher. Der Bildstabi ist ebenfalls lautlos, nicht wie bei meinem 70-200er L, wo der immer gurgelt und somit ziemlich laut ist
Das Objektiv hat oben nahe der Kamera so eine LCD-Anzeige über die man sich streiten könnte - ich habe sie abgeschaltet
Worauf es beim Fotografieren natürlich am meisten ankommt ist die Abbildungsqualität. Und da gibt es echte Überraschungen, wie auch schon vielfach im WEB bekundet. Hier nun ein paar unbearbeitete Bilder als 100% Ausschnitt aus dem Bildzentrum:
70 mm f/4,0 (Offenblende) 135 mm f/5,0 (Offenblende) 200 mm f/5,6 (Offenblende) Zum Vergleich 200 mm mit dem EF 70-200mm f/4L IS USM bei f/4 (Offenblende) 300 mm f/5,6 (Offenblende) Zum Schluss noch ein Bild durch das Küchenfenster, 300 mm f/5,6 Alle Bilder wurden ohne Stativ aufgenommen bei ISO 400, Kamera war EOS 700D im RAW-Modus, AI Servo, Spotmessung Zentrum, AV (Belichtungsautomatik). Die Bilder sind unbearbeitet wie sie aus der Kamera purzeln, außer der Stieglitz(!).
Das kann sich echt sehen lassen, wie ich finde. Das Vergleichsbild bei 200 mm zeigt, dass das 70-200mm L nicht viel besser ist als das deutlich preiswertere 70-300mm.
Also wer da noch etwas im mittleren Preisbereich sucht wird hier evtl. fündig.
Kurze, subjektive Zusammenfassung:
Plus:
- relativ leicht für ein Zoom in dieser Kategorie
- sehr gut verarbeitet
- sehr leise im Betrieb
- Frontlinse dreht sich nicht mit (Innenfokussierung) Mein Fehler: Das ist keine Innenfokussierung!
- guter Zoombereich
- sehr schneller und präziser Autofokus
- in den Fokus kann manuell eingegriffen werden
- sehr guter, nahezu lautloser Bildstabilisator
- gute bis sehr gute Abbildungsleistung
- gute Nahdistanz (1,2 Meter)
- Metallbajonett, also kein Plastik am Kameraanschluss
- für mich sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis
Neutral:
- LCD-Anzeige, wers braucht...
Minus:
- wie immer: keine Streulichtblende im Lieferumfang, original Canon-Blende ist sau-teuer, es gibt sehr gute Alternativen für unter 20 Euro
- keine Objektivschelle möglich, das Set ist kopflastig und es muss die Kamera auf das Stativ geschnallt werden
- sieht ausgefahren bei Endbrennweite irgendwie blöd aus
Übersicht Blendenzahl zu Brennweite:
f/4 70 - ca 76mm
f/4,5 von ca 77 - ca 105mm
f/ 5,0 von ca 106 - ca 175mm
f/5,6 von ca 176 - 300mm
Wir laufen ab sofort wahrscheinlich mit 3 Kameras durch die Landschaft
Viele Grüße
Matthias