Ja, das ist hier die Frage. Wenn es überhaupt sicher eine Imitation ist ...
Hier die ganze Aufnahme:
Gruß Bodo
Re: Bodos Hörrätsel Nr. 63
Verfasst: 27 Apr 2020, 19:45
von martinmiethke
OK, ich bleibe bei S.r. …
Re: Bodos Hörrätsel Nr. 63
Verfasst: 28 Apr 2020, 04:05
von Bodo
Es ist kein Braunkehlchen, kein Schwarzkehlchen und auch keine Dorngrasmücke. Ich hatte aus der Ferne zuerst Dorngrasmücke bestimmt. Die singen ja, besonders am Anfang der Saison, manchmal etwas abwegig, sind dabei (anders als beim Normalgesang) aber meist versteckt im Gebüsch und nicht so laut . Mir kam der Gesang aber doch zu "komisch" vor und ich habe den Vogel gesucht. War leicht zu finden, nutzte eine frei stehende Singwarte. An die Kehlchen dachte ich wegen des Habitats vor Ort gar nicht erst, wobei Schwarzkehlchen eventuell denkbar wäre. Auf dem Weg zum Vogel kam mit dann schon der richtige Gedanke. Es gab praktisch keine andere Möglichkeit.
Gruß Bodo
Re: Bodos Hörrätsel Nr. 63
Verfasst: 28 Apr 2020, 08:55
von marionvier
Mönch (hilft aus jeder Verlegenheit)? Hausrotschwanz (knirscht) Gartenrotschwanz (imitiert)?
Wer bietet mehr?
LG Marion
NS: Ich habe den Vogel mit dem brutalen Namen vergessen! Der leistet sich ja auch Unglaubliches!
Re: Bodos Hörrätsel Nr. 63
Verfasst: 28 Apr 2020, 12:32
von UliK
Beim ersten Hören des kurzen Ausschnitts hatte ich auf DGM getippt und (m)eine App hat mir das bestätigt.
Jetzt sagt mir die App bei der ganzen Oe. oe.
Ich bin auf die Lösung gespannt.
VG Uli
Re: Bodos Hörrätsel Nr. 63
Verfasst: 28 Apr 2020, 13:20
von marionvier
Zu den Vögeln deren Gesang ich noch nie gehört habe gehören Steinschmätzer, Braunkehlchen (!), Raubwürger und Brachpieper. Der Erstgenannte ist mein aktueller Favorit (neben L.c.).
LG Marion
Re: Bodos Hörrätsel Nr. 63
Verfasst: 29 Apr 2020, 04:10
von Bodo
Es ist ein Steinschmätzer. Ob er etwas (z. B. Dorngrasmücke) imitiert ist aber zu bezweifeln. Der Gesang ist sehr variabel und ähnelt S. c. manchmal, meistens weniger stark und eben mal so wie hier. Dass er auch an Kehlchen erinnern kann war mir gar nicht so bewusst. Mich hat die Art das erste mal kurz gefoppt. Habe dabei gemerkt, dass meine Bestimmung bisher immer nur teilweise auf Erkennen typischer Gesangsmerkmale beruhte. Das Habitat war stets mitbestimmend und man sieht die Schmätzer ja auch immer.
Es ist ein Steinschmätzer. Ob er etwas (z. B. Dorngrasmücke) imitiert ist aber zu bezweifeln.
Warum? Das klingt doch wirklich original nach Dorngrasmücke …
Kohlmeise klingt original wie Buchfink - Buchfink original wie Kohlmeise....
Mein Lieblingszweifel ist der Mäbu-Ruf der Eichelhäher. Der ist so weit verbreitet, dass man annehmen kann, er wird von praktisch allen Eichelhähern beherrscht. Das steht in keinem Verhältnis zur Rufhäufigkeit der Bussarde. Warum soll es nicht ein sehr ähnlicher Ruf unabhängig voneinander sein? Wir gehen von unserem Höreindruck aus und "konstruieren" eine Imitation, die vielleicht gar keine ist.
Hier beim Steinschmätzer gibt es viele Varianten die für uns mehr oder weniger dorngrasmückenartig klingen, ohne dass man von Imitation ausgeht. Warum soll da die Ähnlichkeit im Bereich der "Streuung" nicht auch mal so "perfekt" sein?
Psychologistisch würde ich es ähnlich einordnen, wie das mühelose "erkennen" von Gesichtern und Tieren in Wolkenformationen.