Wieso Tippfehler? n und r liegen wirklich nicht so nah beieinander....
Der Text bezieht sich auf Ändernungen (bzw. Wiederrückgängigmachungen) und nur in diesem Zusammenhang macht "nun" Sinn.
Er ist auch mehrfach publiziert worden.
Noch einmal im Wortlaut:
Landesnaturschutzgesetz: Zur Sicherung europäischer Vogelschutzgebiete ist es verboten, während der Brutzeit vom 1. März bis zum 31. Juli Hunde unangeleint zu lassen. Hiervon ausgenommen sind nun Gebrauchshunde in Verwendung.
Begegnung mit einem Jäger
Forumsregeln
Eigene Beobachtungen, Erlebnisse; Fragen zu Vogelbeobachtung, Nistkasten, Vogelfütterung, Krankheiten etc. Reiseberichte von mehrtägigen Birding-Touren bitte in das Forum Vogelgucker auf Achse.
Eigene Beobachtungen, Erlebnisse; Fragen zu Vogelbeobachtung, Nistkasten, Vogelfütterung, Krankheiten etc. Reiseberichte von mehrtägigen Birding-Touren bitte in das Forum Vogelgucker auf Achse.
-
Deleted User 880
Re: Begegnung mit einem Jäger
Ich bin damit raus; sinnlose "Diskussionen" liegen mir nicht. Schönen Abend noch.
Gruß Helge
Gruß Helge
-
Hobbyfotograf
- Beiträge: 350
- Registriert: 29 Mär 2018, 12:50
Re: Begegnung mit einem Jäger
Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell so etwas in Foren geht.Flatfischer hat geschrieben: ↑29 Sep 2020, 20:12Ich gebe zu, dass der letzte Satz etwas verwirrend ist. Wenn man das Wort "nun" durch "nur" ersetzt, ist es stimmiger. Kleiner Tipfehler, große Wirkung...
Gruß Helge
Dann werd ich leider nicht erfahren, wie denn dieser Satz mit dem Tippfehler gemeint ist. Ich verstehe ihn einfach nicht und habe versucht zu erklären, dass er kein Tippfehler sein kann. Meine Absicht war keinesfalls eine sinnlose Diskussion zu führen, wenn ich auch mit meiner Absicht gescheitert bin. Vielleicht war es auch hier besonders schwer, sich verständlich auszudrücken.
Trotzdem war dieser Thread hier sehr interessant für mich und ich bin jetzt auf jeden Fall schlauer, als vorher. Natürlich werde ich meinen Weg weitergehen. Ob auf Malta (über die Erlebnisse dort werde ich hier nicht schreiben) oder hier vor der Haustür, wenn ein Jäger auf die wenigen Rabenvögel schießt.
- MatthiasM
- Moderator
- Beiträge: 1125
- Registriert: 22 Mär 2018, 22:33
- Wohnort: Freudenstadt-Musbach
- Kontaktdaten:
Re: Begegnung mit einem Jäger
Nun, eine "unsachliche Diskussion" kann ich hier bis jetzt nicht wirklich erkennen. Sinnlos ist sie schon mal gar nicht. Ich kann den geäußerten Unmut von "Hobbyfotograf" verstehen und in großen Teilen auch nachvollziehen.Flatfischer hat geschrieben: ↑29 Sep 2020, 22:00Ich bin damit raus; sinnlose und zunehmend unsachliche "Diskussionen" liegen mir nicht.
Ein Hobbyornithologe sollte sich allerdings nicht mit einem Jäger oder Angler anlegen. So jedenfalls meine Meinung und auch meine Vorgehensweise. Es gibt in allen Bereichen solche und solche.
Diesen Eindruck hatte ich allerdings auch. Ich habe noch nicht so richtig verstanden, um was es dir eigentlich wirklich geht. Bis jetzt lese ich viele Emotionen gemischt mit etwas Bitterkeit, und zT eher subjektive und einseitige Darstellungen.Hobbyfotograf hat geschrieben: ↑30 Sep 2020, 00:12Vielleicht war es auch hier besonders schwer, sich verständlich auszudrücken.
Ich gebe aber zu, dass auch mir innerlich schon mal der Kragen gehörig platzt, wenn ich zB mal zufällig gewisse Beiträge in Jäger-Foren lese, in denen es nur noch um die Länge der Abschussliste geht.
Viele Grüße
Matthias
-
Hobbyfotograf
- Beiträge: 350
- Registriert: 29 Mär 2018, 12:50
Re: Begegnung mit einem Jäger
Vielen Dank auf den Hinweis mit den Jagd-Foren. Ich hab mir mal das Größte "Jagd und Hund" angeschaut. Die allemein gültige Meinungen zu den verschiedenen ökologischen (und politischen) Themen ist weitgehend selbstentlarvend und verfestigt mich mich meiner Meinung noch.
Als Hobby-Ornithologe werde ich natürlich immer gegen Menschen vorgehen, die auf die eine oder andere Weise Natur zerstören. Vor allem, wenn es dann noch so offensichtlich, wie mit der "Entnahme" von z.B. der tatsächlich hier nicht so häufig auftretenden Elstern geschieht. Mir geht es persönlich weniger um "seltene Vögel" denen ich höchsten Stellenwert beimesse. Für mich hat die Elster hier die gleiche Bedeutung, wie eine Seltenheit.
Im nächsten Abschnittt versuche ich mich einmal an einer Erläuterung zur "Emotionalität". In diesem Thread ist ja häufiger zu lesen, ich wäre zu emotional.
Mit wird immer wieder klar, dass ich mit mit doch einigen Hobby-Ornithologen wenig gemein habe. Es gibt sozuagen solche und solche. Das wurde mir z.B. wieder deutlich, als ich gestern in Erfahrung bringen konnte. was passierte, als im Mai diesen Jahres Kleiner Gelbschenkel in den Rieselfeldern aufgetaut ist. 50 Lifelist- Jäger sollen innherhalb kürzester Zeit herbeigeeilt sein und laut Aussage der Münsteraner Vogelfreunde die Corona-Abstands-Regeln missachtet haben. Der Beobachtunsstand wurde demnach zu einem Hot-Spot der geballten, unsozialen Unvernunft. Die emotionale Ergriffenheit ausgerechnet vor solch einem Vogel zu stehen, muss bei den ProtagonistInnen kollektiv das Denken ausgesetzt haben. Nun nehmen wir einfach mal (natürlich nur in unserer Phantasie) an, ein Jäger hätte auf diesen weiltweit nicht gefährdeten Vogel am Beobachtungspunkt angelegt, von den in den Feuchtgebieten von Barbados jeden Herbst geschätzte 15.000 Vögel erlegt werden. Von den dort ansässigen Jägern, weil sie es dürfen. Die emotionale Reaktion fiele wohl noch heftiger aus, als wenn vor meine Augen eine Elster erlegt wird.
Im Jagdforum lese ich übrigens häufig, dass diese oder jene Vogelart (ob schädigend oder nicht, was in Einzelfällen ein menschliches Eingreifen leider erforderlich macht ), wenn sie hier nicht heimisch ist, entnommen werden sollte. Denen scheint es vor allem darum, möglichst abwechslungsreich zu jagen. Also Kleiner Gelbschenkel, Feuer frei!
Abschließend: Die Maßnahmen zur Bestandslenkung von Tierarten gehört meiner Meinung nach nicht in die Hände von Jäger*innen (und Waffen ohnehin nicht in die Hände von Privatleuten). Jäger*innen habe noch eine viel zu starke Lobby z.B. gibt es für Nationalparks immer noch Pachtverträge. Ich will mir jedenfalls nicht ausmalen, hätten Jäger*innen hier bei uns vollkommen freie Hand.
Ich hätte eigentlich noch zu einigen der angesprochen Punkte hier Stellung beziehen zu können, wie z.b. die Ökologie des Komorans.
"Die schwarzen Vögel können vor allem in kleineren Gewässern starken ökologischen und wirtschaftlichen Schaden anrichten. Daher ist die Jagd auf den Kormoran ein wichtiger Faktor von Jägern und Anglern."
Der Mensch überfischt, der Mensch vergiftet... Ein Kolonievogel aber, der vorher durch die Jagd fast ausgerottet war und erfreuerlicherweise wieder zurückgekehrt ist, trägt die Schuld. Und hier vereinen sich dann auch Angler und Jäger, wie solche Artikel wie dieser hier, belegt.
https://www.blinker.de/angelmethoden/ra ... an-achten/
Als Hobby-Ornithologe werde ich natürlich immer gegen Menschen vorgehen, die auf die eine oder andere Weise Natur zerstören. Vor allem, wenn es dann noch so offensichtlich, wie mit der "Entnahme" von z.B. der tatsächlich hier nicht so häufig auftretenden Elstern geschieht. Mir geht es persönlich weniger um "seltene Vögel" denen ich höchsten Stellenwert beimesse. Für mich hat die Elster hier die gleiche Bedeutung, wie eine Seltenheit.
Im nächsten Abschnittt versuche ich mich einmal an einer Erläuterung zur "Emotionalität". In diesem Thread ist ja häufiger zu lesen, ich wäre zu emotional.
Mit wird immer wieder klar, dass ich mit mit doch einigen Hobby-Ornithologen wenig gemein habe. Es gibt sozuagen solche und solche. Das wurde mir z.B. wieder deutlich, als ich gestern in Erfahrung bringen konnte. was passierte, als im Mai diesen Jahres Kleiner Gelbschenkel in den Rieselfeldern aufgetaut ist. 50 Lifelist- Jäger sollen innherhalb kürzester Zeit herbeigeeilt sein und laut Aussage der Münsteraner Vogelfreunde die Corona-Abstands-Regeln missachtet haben. Der Beobachtunsstand wurde demnach zu einem Hot-Spot der geballten, unsozialen Unvernunft. Die emotionale Ergriffenheit ausgerechnet vor solch einem Vogel zu stehen, muss bei den ProtagonistInnen kollektiv das Denken ausgesetzt haben. Nun nehmen wir einfach mal (natürlich nur in unserer Phantasie) an, ein Jäger hätte auf diesen weiltweit nicht gefährdeten Vogel am Beobachtungspunkt angelegt, von den in den Feuchtgebieten von Barbados jeden Herbst geschätzte 15.000 Vögel erlegt werden. Von den dort ansässigen Jägern, weil sie es dürfen. Die emotionale Reaktion fiele wohl noch heftiger aus, als wenn vor meine Augen eine Elster erlegt wird.
Im Jagdforum lese ich übrigens häufig, dass diese oder jene Vogelart (ob schädigend oder nicht, was in Einzelfällen ein menschliches Eingreifen leider erforderlich macht ), wenn sie hier nicht heimisch ist, entnommen werden sollte. Denen scheint es vor allem darum, möglichst abwechslungsreich zu jagen. Also Kleiner Gelbschenkel, Feuer frei!
Abschließend: Die Maßnahmen zur Bestandslenkung von Tierarten gehört meiner Meinung nach nicht in die Hände von Jäger*innen (und Waffen ohnehin nicht in die Hände von Privatleuten). Jäger*innen habe noch eine viel zu starke Lobby z.B. gibt es für Nationalparks immer noch Pachtverträge. Ich will mir jedenfalls nicht ausmalen, hätten Jäger*innen hier bei uns vollkommen freie Hand.
Ich hätte eigentlich noch zu einigen der angesprochen Punkte hier Stellung beziehen zu können, wie z.b. die Ökologie des Komorans.
"Die schwarzen Vögel können vor allem in kleineren Gewässern starken ökologischen und wirtschaftlichen Schaden anrichten. Daher ist die Jagd auf den Kormoran ein wichtiger Faktor von Jägern und Anglern."
Der Mensch überfischt, der Mensch vergiftet... Ein Kolonievogel aber, der vorher durch die Jagd fast ausgerottet war und erfreuerlicherweise wieder zurückgekehrt ist, trägt die Schuld. Und hier vereinen sich dann auch Angler und Jäger, wie solche Artikel wie dieser hier, belegt.
https://www.blinker.de/angelmethoden/ra ... an-achten/
-
Hobbyfotograf
- Beiträge: 350
- Registriert: 29 Mär 2018, 12:50
Re: Begegnung mit einem Jäger
Bei einer der Meinungen bleibt der Wolf auf der Strecke oder müsste ich nicht vielmehr sagen "Er wird zur Strecke".
Wieviele Menschen empören sich, wenn woanders wilde Tiere ausgerottet werden, die häufig viel gefährlicher für den Menschen sind, als der Wolf. Aber was hier auf der Seite "Land oder Wolf" zu lesen ist, ist mal wieder die Dämonisierung eines Wildtieres. Da wird der Wolf zum Tiger, sozusagen. Meiner Meinung nach komme ich mit der Einstellung, zu allem immer zwei Meinungen zuzulassen nicht weit, gerade im Umweltschutz. Da braucht es dann schon klare Entscheidungen. Es ist wichtig für die Natur, dass die Jäger obwohl sie (hier in NRW) durchaus ihre Lobby haben, ihre Meinung zu Themen (die sie gerne haben dürfen) nicht umsetzen können.
Nochmal zurück zu "meinem" Jäger: Ich kann nur immer wiederholen, dass die Elster hier im Gebiet nicht häufig ist. Unabhängig davon, ob Elstern überhaupt geschossen werden sollten, werde ich mich immer aktiv einsetzen, wenn hier eine der wenigen Exemplare im Gebiet durch die Hand eines Menschen in Gefahr ist. Jeder Mensch kann meiner Meinung nach seine eigene Meinung zu diesem Theme haben, wie z.B. "Elstern sind Nesträuber und müssen entnommen werden" , nur sollte er sie nicht in die Handlung "Ich nehme mein Gewehr und schieß sie ab" umsetzen.
Zu Hunden: Mich persönlichen stören sie schon z.B. wenn ich morgens Vögel beobachen und fotografieren möchte und mein Lieblingsbusch von Hundefreuden längere Zeit belagert wird. Heute Morgen in einer Stunde bestimmt dreißig Hunde. Innerlich habe ich schon einge Male geflucht. Hier geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten, denn es ist ihr gutes Recht! Der Hund muss raus und (zugegebener Maßen) viele Hundebesitzer sind sogar recht freundlich. Auch habe ich noch nie gesehen, dass Herrchen oder Frauchen den Hund auf eine der Vögel gehetzt hat. Ich will damit sagen, hier musste ich bisher noch nicht aktiv werden, wie bei meinem Jäger, den ich glücklicherweise bisher nur einmal angetroffen habe und der hoffentlich jetzt nicht im Mecklenburg-Vorpommern Bekassinen jagd. (Was komischerweise auch keinen zu empören scheint, trotz seiner Aussage, dass Bekassinen zu den jagdbaren Arten gehören würde.)
Wieviele Menschen empören sich, wenn woanders wilde Tiere ausgerottet werden, die häufig viel gefährlicher für den Menschen sind, als der Wolf. Aber was hier auf der Seite "Land oder Wolf" zu lesen ist, ist mal wieder die Dämonisierung eines Wildtieres. Da wird der Wolf zum Tiger, sozusagen. Meiner Meinung nach komme ich mit der Einstellung, zu allem immer zwei Meinungen zuzulassen nicht weit, gerade im Umweltschutz. Da braucht es dann schon klare Entscheidungen. Es ist wichtig für die Natur, dass die Jäger obwohl sie (hier in NRW) durchaus ihre Lobby haben, ihre Meinung zu Themen (die sie gerne haben dürfen) nicht umsetzen können.
Nochmal zurück zu "meinem" Jäger: Ich kann nur immer wiederholen, dass die Elster hier im Gebiet nicht häufig ist. Unabhängig davon, ob Elstern überhaupt geschossen werden sollten, werde ich mich immer aktiv einsetzen, wenn hier eine der wenigen Exemplare im Gebiet durch die Hand eines Menschen in Gefahr ist. Jeder Mensch kann meiner Meinung nach seine eigene Meinung zu diesem Theme haben, wie z.B. "Elstern sind Nesträuber und müssen entnommen werden" , nur sollte er sie nicht in die Handlung "Ich nehme mein Gewehr und schieß sie ab" umsetzen.
Zu Hunden: Mich persönlichen stören sie schon z.B. wenn ich morgens Vögel beobachen und fotografieren möchte und mein Lieblingsbusch von Hundefreuden längere Zeit belagert wird. Heute Morgen in einer Stunde bestimmt dreißig Hunde. Innerlich habe ich schon einge Male geflucht. Hier geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten, denn es ist ihr gutes Recht! Der Hund muss raus und (zugegebener Maßen) viele Hundebesitzer sind sogar recht freundlich. Auch habe ich noch nie gesehen, dass Herrchen oder Frauchen den Hund auf eine der Vögel gehetzt hat. Ich will damit sagen, hier musste ich bisher noch nicht aktiv werden, wie bei meinem Jäger, den ich glücklicherweise bisher nur einmal angetroffen habe und der hoffentlich jetzt nicht im Mecklenburg-Vorpommern Bekassinen jagd. (Was komischerweise auch keinen zu empören scheint, trotz seiner Aussage, dass Bekassinen zu den jagdbaren Arten gehören würde.)
Katzen und Vögel
Eigentlich passt mein Beitrag nicht so recht zum Jäger, aber ich konnte irgenwie kein neues Thema eröffnen.
Interessant für alle Vogel- und Katzenfreunde - gerne auch an Katzenfreunde weiterleiten:
Eine aktuelle Untersuchung zur Auswirkung von Hauskatzen und Biodiversität:
https://besjournals.onlinelibrary.wiley ... gUJsJcjzEo
Interessant für alle Vogel- und Katzenfreunde - gerne auch an Katzenfreunde weiterleiten:
Eine aktuelle Untersuchung zur Auswirkung von Hauskatzen und Biodiversität:
https://besjournals.onlinelibrary.wiley ... gUJsJcjzEo
Re: Begegnung mit einem Jäger
Das Thema Katzen und Vögel ist ja sicherlich den meisten bekannt, andere wollen es nicht wahrhaben...
An sich wäre es ein neues Thema wert, wenn es nicht schon eins gibt?!
Bei meiner Arbeit auf der Greifswalder Oie habe ich mit Blick in die immer frisch einsieselnen Wiederfundsdaten auch die Katzen betreffend erst mal einen Schreck bekommen.
Bei "unseren" beringten Kleinvögeln kommen hierbei etwa gleich viele Rückfunde (je ca. 5%) durch die folgenden Ursachen:
Kollision mit Glasfläche / von Katze erbeutet / geschossen
(Artenspekturm natürlich z.T. überschneidend, z.T. unterschiedlich)
Ich musste hier leider den ganzen Sommer lang beobachten, wie die zahlreichen Hauskatzen der Nachbarn die frisch flüggen Haussperlinge aus dem Zaun pflücken, auf dem Feld gefährlich nah an der Schwarzkehlchenbrut herumschlendern, bei uns auf dem Grundstück beim Geflügel (da hat zum Glück gerade niemand gebrütet/Nachwuchs gehabt) oder Kleinnagerauslauf (Verluste vorhanden) sitzen. Ich habe hier auch den Überblick verloren, wie viele Katzen in diesem 200-Seelen-Dorf herumlaufen... Natürlich gibt es hier auch andere Beispiele, die weniger negativ auffallen und ihre Berchtigung haben mögen (ich denke da speziell an Hofkatzen, die in den Scheunen "genug" Mäuse haben), die Masse der Freigänger (und der daraus resultierenden Streunergenerationen) ist aus meiner Sicht jedoch hochproblematisch.
Da finde ich es schon durchaus positiv, dass Katzen in Feld und Flur entnommen werden dürfen, wenn ein gewisser Abstand zum nächsten Haus überschritten wurde. Und ja, ich bin mir bewusst, dass viele Menschen das grausam, gemein oder unnötig finden mögen.
Man will sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn man seinen Hund mal eben unbeaufsichtigt und ohne Leine durchs Dorf laufen und bei anderen Leuten aufs Grundstück lässt, den Kot (gern auch auf anderer Leute Beet und Boden) nicht wegräumt, was passiert, wenn der Hund anderer Leute Tiere tötet, ... Alles Dinge, die bei Katzen zum Alltag gehören und akzetiert werden. Katzensteuer? Ach nee.
An sich wäre es ein neues Thema wert, wenn es nicht schon eins gibt?!
Bei meiner Arbeit auf der Greifswalder Oie habe ich mit Blick in die immer frisch einsieselnen Wiederfundsdaten auch die Katzen betreffend erst mal einen Schreck bekommen.
Bei "unseren" beringten Kleinvögeln kommen hierbei etwa gleich viele Rückfunde (je ca. 5%) durch die folgenden Ursachen:
Kollision mit Glasfläche / von Katze erbeutet / geschossen
(Artenspekturm natürlich z.T. überschneidend, z.T. unterschiedlich)
Ich musste hier leider den ganzen Sommer lang beobachten, wie die zahlreichen Hauskatzen der Nachbarn die frisch flüggen Haussperlinge aus dem Zaun pflücken, auf dem Feld gefährlich nah an der Schwarzkehlchenbrut herumschlendern, bei uns auf dem Grundstück beim Geflügel (da hat zum Glück gerade niemand gebrütet/Nachwuchs gehabt) oder Kleinnagerauslauf (Verluste vorhanden) sitzen. Ich habe hier auch den Überblick verloren, wie viele Katzen in diesem 200-Seelen-Dorf herumlaufen... Natürlich gibt es hier auch andere Beispiele, die weniger negativ auffallen und ihre Berchtigung haben mögen (ich denke da speziell an Hofkatzen, die in den Scheunen "genug" Mäuse haben), die Masse der Freigänger (und der daraus resultierenden Streunergenerationen) ist aus meiner Sicht jedoch hochproblematisch.
Da finde ich es schon durchaus positiv, dass Katzen in Feld und Flur entnommen werden dürfen, wenn ein gewisser Abstand zum nächsten Haus überschritten wurde. Und ja, ich bin mir bewusst, dass viele Menschen das grausam, gemein oder unnötig finden mögen.
Man will sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn man seinen Hund mal eben unbeaufsichtigt und ohne Leine durchs Dorf laufen und bei anderen Leuten aufs Grundstück lässt, den Kot (gern auch auf anderer Leute Beet und Boden) nicht wegräumt, was passiert, wenn der Hund anderer Leute Tiere tötet, ... Alles Dinge, die bei Katzen zum Alltag gehören und akzetiert werden. Katzensteuer? Ach nee.
Seltentes ist selten, Häufiges ist häufig.
-
Hobbyfotograf
- Beiträge: 350
- Registriert: 29 Mär 2018, 12:50
Re: Begegnung mit einem Jäger
Zum Glück ist es hier bei mir in den letzten Jahren besser geworden. Es laufen viel weniger Katzen frei rum.
Ich habe schon mal geschrieben im Bedarfsfalls darf auch reagiert werden, wenn z.B. ein* NatürschützerIn mit Berechtigung ein Tier "entnehmen kann".
Bevor das passiert, ist aber der Mensch verantwortlich zu machen, der die Katze hält. Wenigstens eine Katze in Dämmerungsphasen jagen zu lassen, sollte z.B.sanktioniert werden. Ich wundere mich immer noch über einen eigentlich sympathischen Katzenbesitzer , der mir selbst, stolz erzählt hat, wie ihr vermeintlicher Stubentiger ihn mit toten Vögeln "belohnt" hat, was kein Problem zu sein schien.
ExpertInnen sollten gegen diese Normalität, Regeln aufstellen, die einzuhalten sind. In bestimmten Gegenden z.B. ein striktes Katzenverbot. Entsprechende Steuern ohnehin, die gerne in den Naturschutz gehen können, als Ausgleichzahlung.
Als letzte Konsequenz, dann ein Naturschutz-Beauftragter, mit Jagdberechtigung, der auf die wirkliche Gefahrenlage reagiert und eng mit ÖkologInnen kooperiert. Solch ein Person hat meiner Meinung nach wenig mit den JägerInnen gemein, zumindest mit denen, wie sie sich öffentlich präsentieren. Da verweis ich weiterhing gern auf ihre Beiträge und ihren Verlautbarungen, die mich wohl immer einen Jagdgegner in der jetzigen Form bleiben lassen
Ich habe schon mal geschrieben im Bedarfsfalls darf auch reagiert werden, wenn z.B. ein* NatürschützerIn mit Berechtigung ein Tier "entnehmen kann".
Bevor das passiert, ist aber der Mensch verantwortlich zu machen, der die Katze hält. Wenigstens eine Katze in Dämmerungsphasen jagen zu lassen, sollte z.B.sanktioniert werden. Ich wundere mich immer noch über einen eigentlich sympathischen Katzenbesitzer , der mir selbst, stolz erzählt hat, wie ihr vermeintlicher Stubentiger ihn mit toten Vögeln "belohnt" hat, was kein Problem zu sein schien.
ExpertInnen sollten gegen diese Normalität, Regeln aufstellen, die einzuhalten sind. In bestimmten Gegenden z.B. ein striktes Katzenverbot. Entsprechende Steuern ohnehin, die gerne in den Naturschutz gehen können, als Ausgleichzahlung.
Als letzte Konsequenz, dann ein Naturschutz-Beauftragter, mit Jagdberechtigung, der auf die wirkliche Gefahrenlage reagiert und eng mit ÖkologInnen kooperiert. Solch ein Person hat meiner Meinung nach wenig mit den JägerInnen gemein, zumindest mit denen, wie sie sich öffentlich präsentieren. Da verweis ich weiterhing gern auf ihre Beiträge und ihren Verlautbarungen, die mich wohl immer einen Jagdgegner in der jetzigen Form bleiben lassen
