Hallo zusammen!
Ich bin noch neu hier im Forum, beobachte aber schon seit Kindheit gerne die Vogelwelt. Mein Wissen ist dennoch sehr beschränkt, was die Vögel an sich betreffen...
Früher hatten wir sehr viele Milane (ich tippe nun auf Schwarzmilane, könnte sich aber auch um Rotmilane handeln), die in unserem Quartier kreisten und die wir schön von unserem Wohnzimmer aus auf Augenhöhe beobachten konnten. Das fand ich immer sehr schön dem Milan in die Augen zu blicken.
In den letzten Jahren hat dies aber stark abgenommen, es ist schon eine Seltenheit, dass Milane bei uns im Quartier kreisen. Gibt es da eine Erklärung, woran das liegen könnte?
Frage zu Milane
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Eigene Beobachtungen, Erlebnisse; Fragen zu Vogelbeobachtung, Nistkasten, Vogelfütterung, Krankheiten etc. Reiseberichte von mehrtägigen Birding-Touren bitte in das Forum Vogelgucker auf Achse.
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Re: Frage zu Milane
Moin Moin!
Erst einmal herzlich willkommen im Birdnet-Forum!
Deine Frage ist schon schwer zu beantworten. Wo genau liegt denn Dein Quartier?
Eine Erklärung könnte im Bau von Windkraftanlagen liegen. Sind da bei euch in den letzten Jahren welche gebaut worden? Erwiesenermaßen vergraulen diese umstrittenen Bauwerke die tollen Großvögel. Oder ihr habt da doch ein Problem mit Wilderei. Es gibt Regionen in der BRD die auch unter schießwütigen Teilen der Bevölkerung leiden. Mehr fällt da nicht zu ein.
Bei uns am Niederrhein hat der Bestand der Milane in den letzten Jahren sogar ziemlich zugenommen. Der Rückgang Deiner Milane ist also kein nationales Phänomen.
Beste Grüße
Holger
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Deine Frage ist schon schwer zu beantworten. Wo genau liegt denn Dein Quartier?
Eine Erklärung könnte im Bau von Windkraftanlagen liegen. Sind da bei euch in den letzten Jahren welche gebaut worden? Erwiesenermaßen vergraulen diese umstrittenen Bauwerke die tollen Großvögel. Oder ihr habt da doch ein Problem mit Wilderei. Es gibt Regionen in der BRD die auch unter schießwütigen Teilen der Bevölkerung leiden. Mehr fällt da nicht zu ein.
Bei uns am Niederrhein hat der Bestand der Milane in den letzten Jahren sogar ziemlich zugenommen. Der Rückgang Deiner Milane ist also kein nationales Phänomen.
Beste Grüße
Holger
LL: 372 (Marmelente, Schottisches Moorschneehuhn)
Liste-D: 288 (Stelzenläufer , Gelbkopf-Schafstelze)
Kreis Viersen: 231 (Gelbkopf-Schafstelze, Pfuhlschnepfe)
2021: 175 (Pfuhlschnepfe, Fischadler)
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2021: 175 (Pfuhlschnepfe, Fischadler)
Re: Frage zu Milane
Moin Holger, hast du Quellen zur Meidung/Umsiedlung von Milanen in der Nähe von Windparks?milvus69 hat geschrieben: ↑29 Okt 2020, 19:50Moin Moin!
Erst einmal herzlich willkommen im Birdnet-Forum!
Deine Frage ist schon schwer zu beantworten. Wo genau liegt denn Dein Quartier?
Eine Erklärung könnte im Bau von Windkraftanlagen liegen. Sind da bei euch in den letzten Jahren welche gebaut worden? Erwiesenermaßen vergraulen diese umstrittenen Bauwerke die tollen Großvögel. Oder ihr habt da doch ein Problem mit Wilderei. Es gibt Regionen in der BRD die auch unter schießwütigen Teilen der Bevölkerung leiden. Mehr fällt da nicht zu ein.
Bei uns am Niederrhein hat der Bestand der Milane in den letzten Jahren sogar ziemlich zugenommen. Der Rückgang Deiner Milane ist also kein nationales Phänomen.
Beste Grüße
Holger
Generell kanns viele Gründe geben. Vielleicht eher etwas, was du bei deiner örtlichen Nabu-Gruppe oÄ. nachfragen könntest.
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Deleted User 880
Re: Frage zu Milane
Zur Thematik Windkraftnutzung/Rotmilan hier mal zwei Links vom NABU und der Windkraftenergie, die wenig verwunderlich recht unterschiedliche Aussagen haben. Soll sich jeder ein eigenes Bild machen...
https://www.nabu.de/imperia/md/content/ ... nergie.pdf
https://publikationen.windindustrie-in- ... m/54987473
Gruß Helge
https://www.nabu.de/imperia/md/content/ ... nergie.pdf
https://publikationen.windindustrie-in- ... m/54987473
Gruß Helge
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voegelchen2020
- Beiträge: 10
- Registriert: 28 Okt 2020, 18:05
Re: Frage zu Milane
Guten Tag Holger
Vielen Dank für deinen Input mit den Windkraftanlagen, so viel ich weiss wurden keine solche Anlagen in unserer Nähe gebaut. Das Einzige was zugenommen hat, sind neue Häuser, die gebaut wurden, vermute jedoch nicht, dass es daran liegen könnte oder?
Wir wohnen direkt überhalb einer grossen Wiese und eigentlich direkt am Waldrand. Deswegen bin ich auch etwas überrascht, da die Milane so ja eigentlich schon Zurückziehungsort haben durch den Wald.
Haben die Milane denn irgenwelche bestimmte Feinde (abgesehen von den schiessfreudigen Menschen?)
Re: Frage zu Milane
Spannend, ich frag mich eben ob es eine aktive Vermeidung seitens der Vögel gibt. Ich hatte dieses Jahr nämlich nicht den Eindruck, dass Windparks von Greifvögeln und Co. aktiv gemieden werden. Sie brüten immer noch im Umland. Ob sich die Flugrouten ändern, kann ich nicht sagen.Flatfischer hat geschrieben: ↑30 Okt 2020, 08:46Zur Thematik Windkraftnutzung/Rotmilan hier mal zwei Links vom NABU und der Windkraftenergie, die wenig verwunderlich recht unterschiedliche Aussagen haben. Soll sich jeder ein eigenes Bild machen...
https://www.nabu.de/imperia/md/content/ ... nergie.pdf
https://publikationen.windindustrie-in- ... m/54987473
Gruß Helge
@voegelchen Vielleicht hatte auch die Flächenversiegelung durch Siedlungsbau einen Einfluss auf die Mäusepopulation vor Ort gehabt haben.
Re: Frage zu Milane
Hi,
nach den DDA Berichten sind die Populationen für den Rotmilan schon länger stabil, nach den Abnahmen im Zusammenhang mit weniger Brachflächen (EU Subventionen v.a. in Ostdeutschland) in der 90er Jahren.
https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/monito ... uation.pdf
Bei dir das müsste also eher ein lokales Phänomen sein.
Gruß
Arnd
nach den DDA Berichten sind die Populationen für den Rotmilan schon länger stabil, nach den Abnahmen im Zusammenhang mit weniger Brachflächen (EU Subventionen v.a. in Ostdeutschland) in der 90er Jahren.
https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/monito ... uation.pdf
Bei dir das müsste also eher ein lokales Phänomen sein.
Gruß
Arnd
Re: Frage zu Milane
Moin Helge,Flatfischer hat geschrieben: ↑30 Okt 2020, 08:46Zur Thematik Windkraftnutzung/Rotmilan hier mal zwei Links vom NABU und der Windkraftenergie, die wenig verwunderlich recht unterschiedliche Aussagen haben. Soll sich jeder ein eigenes Bild machen...
https://www.nabu.de/imperia/md/content/ ... nergie.pdf
https://publikationen.windindustrie-in- ... m/54987473
Gruß Helge
danke für die sehr interessanten Links!
@Josefine: Da gibt es im Netz zahlreiche gute Publikationen zu. Helge hat da ja schon gute Beispiele zu beigetragen. Was ich hier aber vermisse ist ein Aspekt den ich vom Wiesenweihenschutz in der Soester Börde (durch die ABU organisiert) kennen gelernt habe. Die große Bedrohung liegt demnach nicht einmal so sehr am direkten Anflug an die Rotorenblätter.
Zumindest bei der Wiesenweihe ist es so das sie einen großen Bogen um die WKA machen wenn sie sie nur sehen. Was erst einmal gut klingt ist es aber nur begrenzt. Liegt eine solche Anlage nämlich zwischen der Brutstätte und dem Jagdgebiet heißt dies das der Elternvogel während der Brutzeit das Nest nicht mehr direkt ansteuern kann sondern einen riesigen Umweg fliegen muß. Als Resultat daraus verhungert alljährlich ein Großteil der Jungvögel da die Eltern nicht mehr schnell genug Nahrung anschleppen kann. In der Folge nehmen die Bestände im ungünstigen Fall mit den Jahren rapide ab. Das fällt nur nicht so auf da man es schlechter nachweisen kann als ein Kadaver der unter der WKA liegt...
Ich kann mir sehr gut vorstellen das Rotmilane das selbe Problem haben die die Weihen. Deshalb habe ich als erstes die Windkraftanlagen ins Spiel gebracht.
Eine Bebauung im normalen Rahmen halte ich als Ursache für den Rückgang für unwahrscheinlich.
Gerade ist mir aber ein Gespräch in diesem Sommer mit einem befreundetem Schäfer in der Südeifel eingefallen. Er erzählte mir das dort die Milane in den letzten Jahren immer seltener geworden sind. Er ist ein hervorragender Naturbeobachter und meinte das auf den Wiesen extrem wenig Mäusegänge zu finden sind. Er führte es auf die hohe Trockenheit und den damit steinharten Boden zurück. Vielleicht ist das ja auch bei voegelchen2020 der Grund?
Bei uns am Niederrhein mit seinem sandigen Auenboden ist das Gegenteil der Fall. Wir können uns im Moment vor Mäusen nicht retten und deshalb sind die Bruterfolge bei den Beutegreifern auch richtig gut.
Beste Grüße
Holger
LL: 372 (Marmelente, Schottisches Moorschneehuhn)
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voegelchen2020
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- Registriert: 28 Okt 2020, 18:05
Re: Frage zu Milane
Das klingt für mich nachvollziehbar, werde das auf jeden Fall weiterbeobachten und hoffe, das ändert sich wieder. Danke euchmilvus69 hat geschrieben: ↑30 Okt 2020, 21:22Gerade ist mir aber ein Gespräch in diesem Sommer mit einem befreundetem Schäfer in der Südeifel eingefallen. Er erzählte mir das dort die Milane in den letzten Jahren immer seltener geworden sind. Er ist ein hervorragender Naturbeobachter und meinte das auf den Wiesen extrem wenig Mäusegänge zu finden sind. Er führte es auf die hohe Trockenheit und den damit steinharten Boden zurück. Vielleicht ist das ja auch bei voegelchen2020 der Grund?
Zuletzt geändert von Anonymous am 31 Okt 2020, 11:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat „repariert“
Grund: Zitat „repariert“
