Papillomatose bei Buchfinken

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Annette
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Papillomatose bei Buchfinken

#1

Beitrag von Annette »

Hallo allerseits,

bei meinem Freund im LK Waldeck-Frankenberg gibt es bereits seit längerer Zeit viele Buchfinken mit Papillomatose.

Neben aufgehängten Futterspendern hat er wegen des Kälteeinbruchs nun auch ein Stück Garten vom Schnee frei geschaufelt und füttert am Boden. Die Futterstelle am Boden wird von allen möglichen Arten genutzt: Amseln, Goldammern aus der ganzen Umgebung kommen dahin, um zu fressen. Auch zahlreiche Stieglitze, Erlenzeisige und ein paar Bergfinken. Die sind nicht befallen.

Bei den Buchfinken beobachtet er ein merkwürdiges Verhalten. Während alle anderen Arten direkt auf dem frei geschaufelten Stück Boden landen, um bequem zu fressen, landen sämtliche Buchfinken im Tiefschnee daneben und robben sich quasi mühsam zum freigeschaufelten Bereich vor. Offensichlich lernen sie nicht, dass es bequemer ist, den freien Bereich direkt anzufliegen.

Er fragt sich nun, ob bei den Minusgraden und dem Gerobbe durch den Tiefschnee der (ca. 30% von Papillose befallene) Buchfinken zu der Futterstelle im Schnee eine erhöhte Ansteckungsgefahr für die Buchfinken untereinander gegeben ist oder ob die dadurch minimiert wird, dass die Viren quasi im Tiefschnee abgestriffen werden. Oder spielt es keine Rolle?

LG Annette
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Richard
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Re: Papillomatose bei Buchfinken

#2

Beitrag von Richard »

Hallo Annette,
in Zeiten von Epidemien und Pandemien eine interessante Theorie !
Wäre was für die Charité ;)

Bei mir landen die Paar Buchfinken, 3-4, auf den schneefreien Flächen am Futterhaus.

Ganz nebenbei, ich lege denen Kanarienvogel-Futter-Sticks aus :D Die habe ich mal
von Bekannten für meinen Wellensittich geschenkt bekommen, nur der mag die nicht.
Aber die Buchfinken lieben diese Kleinsämereien.

Liebe Grüße
Richard
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milvus69
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Re: Papillomatose bei Buchfinken

#3

Beitrag von milvus69 »

Moin Moin!

Auch bei mir ist das nur eine Vermutung. Aber bei meinen Schafen, die zum kleinen Teil von einer harmloseren Art der Moderhinke befallen sind, heilen die Klauen bei solchem Wetter wesentlich besser. Jetzt ist für uns quasi die Gelegenheit gekommen, diese Klauenkrankheit langfristig aus den Bestand zu bekommen. Die dafür zuständige Bakterien sind scheinbar nicht sonderlich Kälteresistent.
Ich könnte mir also vorstellen das den Buchfinken ähnliches empfinden und sich durch den Schnee Linderung versprechen. Aber wie geschrieben - alles nur eine Theorie...

Beste Grüße
Holger
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Annette
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Re: Papillomatose bei Buchfinken

#4

Beitrag von Annette »

milvus69 hat geschrieben:
09 Feb 2021, 23:42
Moin Moin!

Ich könnte mir also vorstellen das den Buchfinken ähnliches empfinden und sich durch den Schnee Linderung versprechen. Aber wie geschrieben - alles nur eine Theorie...
Hmm. Dass die Buchfinken dieses Verhalten bewusst aus therapeutischen Gründen an den Tag legen, glaube ich eigentlich nicht. Denn zum einen machen es auch die gesunden Vögel, und dann ist das Verhalten, dass sie exponierte Futterstellen nicht gerne anfliegen, auch sonst zu beobachten. Z.B. fliegen sie auch keinen Baumstumpf an, auf dem Körner ausgestreut wurden, sondern flattern drum rum oder gehen dann wiederum auf den Boden und fressen nur, was runterfällt, während alle anderen Arten kein Federlesens machen und direkt auf dem Stumpf landen, um von den Leckereien zu fressen. Es scheint sich also eher um ein Verhalten zu handeln, dass generell mit der Art der Futteraufnahme zu tun hat, und das nicht so leicht modifiziert wird, selbst wenn das Futter offen da liegt. Die Futterstelle von meinem Freund ist in diesem Fall aus dem rundum liegenden Tiefschnee ausgegraben, es gibt also ein Gefälle.

Richard: Ich vermute, dass die Kanarienleckereien bei Dir auf dem Boden liegen, ohne dass es ein Gefälle zum Gelände rings um gibt?

LG Annette
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