An zwei Vormittagen habe ich mir die Vogelwelt in der Lagune um Lio Piccolo angeschaut. Sehr häufig sah ich Rotschenkel und Stelzenläufer. Die Jungvögel waren gerade geschlüpft und aber es dauerte immer etwas bis man die Federknäules in der Vegetation entdecken konnte. Zum Teil waren die Jungvögel direkt im Seitenstreifen der Fahrstraße aber sind zum Glück nie auf die Fahrbahn gekommen.





Säbelschnäbler gab es auch, leider waren bei diesen die Jungvögel noch nicht geschlüpft.


Wiedehopfe sind häufig an den Teilen der Lagune zu sehen gewesen, die landwirtschaftlich genutzt wurden.


Brandgänse und Schwarzkopfmöwen waren regelmäßig zu sehen.


Ebenso Seidenreiher und einmal kam ein Nachreiher auf mit zugeflogen – irgendwie erinnerte er mich an eine große Fledermaus.


Eine meiner Zielarten war der Seidensänger. Jetzt im Frühjahr sollte ich vielleicht mehr Glück haben als im August in Südfrankreich. Und so war es dann auch – aber der Seidensänger ist ein Meister des Versteckens. Er war zum Teil nur 3-4 m von mir entfernt in einem Lauchfeld welches ganz übersichtlich aussah. Aber der Vogel fand immer ein Blatt hinter dem er sitzen konnte und man sah in meist nur als Schatten zwischen den Pflanzreihen huschen. Mit viel Geduld gab es dann doch noch ordentliche Bilder.


Eine andere Zielart war die Zwergscharbe. Zu Beginn konnte ich sie nur in großer Entfernung fliegen sehen doch plötzlich startete eine aus einem Wassergraben direkt neben der Straße und ließ sich auf einem abgestorbenen Baum nieder. Perfekt!


Auf dem Rückweg wollte ich nochmals an dem abgestorbenen Baum vorbeischauen – vielleicht war ja noch die Zwergscharbe da. Leider nein – dafür saß ein Rosenstar auf dem Baum! Leider nur für kurze Zeit, so dass die Fotoqualität nicht besonders ist. Erst danach habe ich vom Rosenstarteinflug mitbekommen, somit war diese Beobachtung für mich eine tolle Überraschung.

Finland und Italien im Mai - das wird sich für mich in Zukunft nur noch sehr schwer toppen lassen.
Viele Grüße
Collurio
