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Ich habe heute mehr routinemäßig am Nordufer des Rummelsburger Sees nach Libellen geschaut und mit Irritation festgestellt, dass dort heute nicht eine einzige Kleinlibelle zu finden war. Nun ist da an diesem Industriegewässer eh kein Artenreichtum zu erwarten, aber zumindest Große Pechlibellen und Federlibellen waren in den letzten 3 Jahren dort regelmäßig anzutreffen und auch bodenständig. Einzelne Pechlibellenlarven fanden sich auch in dieser Saison bei der Amphibienkartierung als Beifang im Netz (aber andere Uferseite mit Schilfbewuchs).
Was ist los? Liegt das auch an der Dürre oder eher an Gewässerverschmutzung? Ich weiß es nicht.
Ev. sind auch die Kleinstrukturen vor dem Ufer weniger geworden durch zu intensive Nutzung.
Einzige Funde waren 1 Große Königslibelle und 1 Blaupfeil, aber die können eingeflogen sein.
ich bin mir bei diesem Exemplar nicht ganz sicher, ich glaube aber, die Antwort lautet: Nein!
Eine weibliche Gemeine Heidelibelle müsste eine deutlich abstehende dreieckige Legeklappe zeigen. Hat das Tier aber nicht. Die Beinfarbe finde ich auf dem Foto schwierig zu beurteilen, weil es insgesamt sehr hell ist. Tendiere aber zu schwarzer Beinfarbe. Ich kann keine deutlichen hellbraunen Streifen erkennen, bzw. das, was hell ist, sieht eher wie Lichtreflex aus.
Eine Sumpfheidelibelle hätte viel ausgeprägtere seitliche schwarze Dreiecke und die Flügelmale müssten wohl auch heller sein.
Für mich daher eine Blutrote weibliche, schon etwas ältere (helle Wachsbereifung) Blutrote Heidelibelle.
Vielen Dank! Als Anfänger habe ich nicht geahnt wie variabel (Färbung) Libellen aussehen können.
Könnt ihr mir ein für Laien verständliches Bestimmungsbuch empfehlen? Meine Literatur ist eigentlich unbrauchbar.
ich benutze "Libellen in Norddeutschlan, Geländeschlüssel " von Dietmar Glitz. Es ist ein Schlüssel, kein Bilderbuch, also Geschmackssache. Die Tabellen sind sehr brauchbar. Das Beste daran ist die DVD, die es dazu gibt. Die hat nicht nur einen Bestimmungsteil mit super Fotos, sondern es werden auch die Lebensräume vorgestellt und Landschaftspflegetipps gegeben. Ein Quizz und Fugvideos runden das Ganze ab.
Da ich viel am PC nachträglich bestimme nach Fotos, ist das für mich ideal.
Es ist vom Preis-/Leistungsverhältnis m.E. unschlagbar, mit NABU-Rabatt unter 20 Euro.
Einziger Nachteil: Die Verbreitungsangaben sind auf Norddeutschland beschränkt. Das stört mich aber nicht weiter, da alle Arten abgehandelt werden. Für die Verbreitung benutze ich den Libellenatlas Brandenburgs parallel . So etwas gibt es mit Sicherheit auch für Baden-Württemberg.
Danke Annette für deine ausführliche Antwort. Da du dich so gut mit Libellen auskennst, muss das Werk gut sein. Ich bewundere immer dein Ausschlussverfahren, also nix wie bestellt!!
ein (jedenfalls in meinen Augen) sehr gutes Buch ist auch der Libellenführer von Dijkstra/Lewington, den es inzwischen auch in Deutsch gibt. Ob der allerdings für „Laien“ geeignet ist, weiß ich nicht so recht. Ein Nachteil für den Einstieg dürfte sein, dass er sämtliche europäischen Arten behandelt …