Beobachtungen im Dezember 2024
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Eigene Beobachtungen, Erlebnisse; Fragen zu Vogelbeobachtung, Nistkasten, Vogelfütterung, Krankheiten etc. Reiseberichte von mehrtägigen Birding-Touren bitte in das Forum Vogelgucker auf Achse.
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Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Ich habe noch zwei Gedanken zu den Eisvögeln und ihren Schnäbeln: Das Phänomen scheint regional gehäuft vorzukommen, wenn ich das richtig verstehe. Könnte es sein, dass es sich hier um einen angeborenen Defekt handelt, der in einer Population verbreitet auftritt? Oder dass es hier regional durch irgendeinen Nährstoffmangel zu einer Störung des Schnabelwachstums kommt?
Eine Abnutzung durch Fische kann ich mir eher nicht vorstellen, das sollte die Evolution hinbekommen haben, dass der Schnabel das aushält. Bei den Flusskrebsen wäre es denkbar, dass die ein Problem sind.
Wie gesagt, das sind zwei Überlegungen, was denkt Ihr darüber?
Viele Grüße, Susanne
Eine Abnutzung durch Fische kann ich mir eher nicht vorstellen, das sollte die Evolution hinbekommen haben, dass der Schnabel das aushält. Bei den Flusskrebsen wäre es denkbar, dass die ein Problem sind.
Wie gesagt, das sind zwei Überlegungen, was denkt Ihr darüber?
Viele Grüße, Susanne
- northern_nature
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- Wohnort: Zwischen Hamburg und Lüneburg
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Hallo, hier eine kleine Auflockerung zwischendurch... Größere Gruppen Höckerschwäne sind bei uns in der Elbmarsch keine Seltenheit. Aber interessant wird es, wenn sich dazwischen auch mal der ein oder andere Singschwan versteckt. Und ebenfalls als Wintergast, wie immer gern gesehen, die Kornweihe, in diesem Fall ein Weibchen mit ordentlich strubbeligen Schwanzfedern. Ich hoffe, das schöne hellgraue Männchen auch noch zu Gesicht zu bekommen.
VG Wolfgang
VG Wolfgang
- J W vom Berge
- Beiträge: 2153
- Registriert: 11 Aug 2020, 15:03
- Wohnort: Bad Salzuflen
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Gratuliere zu diesen schönen Beobachtungen & Aufnahmen Wolfgang
Gruß JP
Gruß JP
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Hallo Wolfgang,northern_nature hat geschrieben: ↑17 Dez 2024, 15:25Hallo, hier eine kleine Auflockerung zwischendurch... Größere Gruppen Höckerschwäne sind bei uns in der Elbmarsch keine Seltenheit. Aber interessant wird es, wenn sich dazwischen auch mal der ein oder andere Singschwan versteckt. Und ebenfalls als Wintergast, wie immer gern gesehen, die Kornweihe, in diesem Fall ein Weibchen mit ordentlich strubbeligen Schwanzfedern. Ich hoffe, das schöne hellgraue Männchen auch noch zu Gesicht zu bekommen.
VG Wolfgang
bis jetzt habe ich leider noch keine Singschwäne gesehen. Umso mehr freue ich mich über deine schöne Fotoimpression
Und die Kornweihe ist - eine Augenweide. Einfach toll: Der Vogel und das Foto.
Liebe Grüße
Petra
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Hallo Wolfgang,
auf die Singschwäne warte ich noch. In den letzten Jahren waren immer einige hier in der Gegend.
Das Bild von der Kornweihe gefällt mir auch gut.
Auf Nachbars Haus konnte ich heute einen Sperber entdecken. Ich wollte ins Haus gehen und sah einen Vogel auf dem Dach. Hier gibt es viele Ringeltauben und Elstern. Aber auf den ersten Blick war klar, dass es keine der beiden Arten sein kann. Sofort die Kamera geholt und nicht erst das Fernglas; siehe da: ein schönes Sperbermännchen. Leider war das Licht suboptimal.
Allen noch einen schönen Abend
UliK
auf die Singschwäne warte ich noch. In den letzten Jahren waren immer einige hier in der Gegend.
Das Bild von der Kornweihe gefällt mir auch gut.
Auf Nachbars Haus konnte ich heute einen Sperber entdecken. Ich wollte ins Haus gehen und sah einen Vogel auf dem Dach. Hier gibt es viele Ringeltauben und Elstern. Aber auf den ersten Blick war klar, dass es keine der beiden Arten sein kann. Sofort die Kamera geholt und nicht erst das Fernglas; siehe da: ein schönes Sperbermännchen. Leider war das Licht suboptimal.
Allen noch einen schönen Abend
UliK
- J W vom Berge
- Beiträge: 2153
- Registriert: 11 Aug 2020, 15:03
- Wohnort: Bad Salzuflen
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Wunderschön der **Sprinz** Uli
Gruß Jürgen
Gruß Jürgen
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Hallo Susanne,SusanneC hat geschrieben: ↑16 Dez 2024, 19:13Ich habe noch zwei Gedanken zu den Eisvögeln und ihren Schnäbeln: Das Phänomen scheint regional gehäuft vorzukommen, wenn ich das richtig verstehe. Könnte es sein, dass es sich hier um einen angeborenen Defekt handelt, der in einer Population verbreitet auftritt? Oder dass es hier regional durch irgendeinen Nährstoffmangel zu einer Störung des Schnabelwachstums kommt?
Eine Abnutzung durch Fische kann ich mir eher nicht vorstellen, das sollte die Evolution hinbekommen haben, dass der Schnabel das aushält. Bei den Flusskrebsen wäre es denkbar, dass die ein Problem sind.
Wie gesagt, das sind zwei Überlegungen, was denkt Ihr darüber?
Viele Grüße, Susanne
der Gedanke eventuell angeborener - regional begrenzter Defekt - ging mir auch durch den Kopf.
Im Netz scheint es zu dieser "Schnabelauffälligkeit" nichts zu geben.
Vielleicht hat Collurio noch mehr Infos. Oder unsere Experten hier haben Ideen.
Liebe Grüße
Petra
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Ja, Wolfgangs Kornweihen-Foto ist klasse!UliK hat geschrieben: ↑17 Dez 2024, 17:30...
Das Bild von der Kornweihe gefällt mir auch gut.
Auf Nachbars Haus konnte ich heute einen Sperber entdecken. Ich wollte ins Haus gehen und sah einen Vogel auf dem Dach. Hier gibt es viele Ringeltauben und Elstern. Aber auf den ersten Blick war klar, dass es keine der beiden Arten sein kann. Sofort die Kamera geholt und nicht erst das Fernglas; siehe da: ein schönes Sperbermännchen. Leider war das Licht suboptimal.
Toller Zufall, Uli, dass du heute das Sperbermännchen fotografieren konntest. Mir sind, soweit ich das erkennen konnte, bisher immer Sperberweibchen begegnet. Bis heute. Da konnten wir ein Männchen beobachten, das in und aus der Hecke, an der im Garten etwas Vogelfutter hängt, Jagd auf die Haussperlinge gemacht hat. Da war ziemliches Gezeter draußen. Er hat aber keinen erwischt und ist nach einer Weile erst auf einen Baum gegenüber und dann ganz abgezogen. Leider hatte ich keine Kamera zur Hand, nur ein Fernglas, wäre aber vermutlich auch zu düster gewesen draußen und durch die Scheibe eh nicht toll. Um so mehr freue ich mich, das Foto einer anderen heutigen Sperbermännchenbegegnung hier detaillierter betrachten zu können
Schöne Grüße. Ilja.
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Hi,
ich wollte einmal die "Eisvogel-Schnabel -Diskussion" von meiner Seite zusammenfassen. Ich finde jeden einzelen Beitrag sehr interessant. Auch wollte ich ein paar weitere Informationen hinzufügen:
- ich habe die extreme Schnabelform bisher nur bei Altvögeln gesehen
- ich habe sie in ihrer extremenen Form erst in den letzen 2 Jahren bei 3 verschiedenen Individuen (1 Weibchen, 2 Männchen) and 2 verschiedenen Beobachtungsorten gesehen.
- bei 1-2 Fotos sehe ich die Schnabellücke sehr leicht angedeudet - auch nur bei Altvögeln. Es waren dieselben Beobachtungsorte.
Meine bisherige Interpretation:
- die letzen Winter waren nicht sehr hart und die Eisvogelpopulation hat mehr Altvögel. Nach einem harten Winter ist der relative Anteil der Jungvögel größer. Deshalb sehe ich momentan verstärkt diese Schnabellücke. Ich verstehe es immer noch als eine Form der Abnutzung.
- natürlich ist das sehr subjektiv und kann in Frage gestellt werden.
Bzgl Flusskrebse:
- in Südfrankreich konnte ich Lachseeschwalbe, Sichler und Reiher mit gefangenen Flusskrebsen beobachten. Im der Umgebung von Ulm - wo die Eisvogelbeobachtungen stattfanden - habe ich so etwas noch nicht beobachten können. Deswegen denke ich, dass hier die Flusskrebse keine große Rolle (bisher?) spielen
- für einen Eisvogel kämen wohl auch nur junge Krebse in Betracht
- neben Fischen konnte ich bisher Libellenlarven, Kaulquappen, Rückenschwimmer als Beutetiere feststellen. Auch hier wieder subjektiv: Jungvögel sind variabler bei der Ernährung als Altvögel
Bzgl Erkrankung:
- es müsste dann eine Schnabelschwäche sein, die sich erst im Alter ausbildet da ich sie bisher nicht bei Jungvögeln beobachten konnte
Eine Internet-Recherche brachte keine weiteren Erkenntnisse.
Mal schaunen wie sich in den nächsten Jahren diese Beobachtungen entwickeln....
Viele Grüße,
Collurio
ich wollte einmal die "Eisvogel-Schnabel -Diskussion" von meiner Seite zusammenfassen. Ich finde jeden einzelen Beitrag sehr interessant. Auch wollte ich ein paar weitere Informationen hinzufügen:
- ich habe die extreme Schnabelform bisher nur bei Altvögeln gesehen
- ich habe sie in ihrer extremenen Form erst in den letzen 2 Jahren bei 3 verschiedenen Individuen (1 Weibchen, 2 Männchen) and 2 verschiedenen Beobachtungsorten gesehen.
- bei 1-2 Fotos sehe ich die Schnabellücke sehr leicht angedeudet - auch nur bei Altvögeln. Es waren dieselben Beobachtungsorte.
Meine bisherige Interpretation:
- die letzen Winter waren nicht sehr hart und die Eisvogelpopulation hat mehr Altvögel. Nach einem harten Winter ist der relative Anteil der Jungvögel größer. Deshalb sehe ich momentan verstärkt diese Schnabellücke. Ich verstehe es immer noch als eine Form der Abnutzung.
- natürlich ist das sehr subjektiv und kann in Frage gestellt werden.
Bzgl Flusskrebse:
- in Südfrankreich konnte ich Lachseeschwalbe, Sichler und Reiher mit gefangenen Flusskrebsen beobachten. Im der Umgebung von Ulm - wo die Eisvogelbeobachtungen stattfanden - habe ich so etwas noch nicht beobachten können. Deswegen denke ich, dass hier die Flusskrebse keine große Rolle (bisher?) spielen
- für einen Eisvogel kämen wohl auch nur junge Krebse in Betracht
- neben Fischen konnte ich bisher Libellenlarven, Kaulquappen, Rückenschwimmer als Beutetiere feststellen. Auch hier wieder subjektiv: Jungvögel sind variabler bei der Ernährung als Altvögel
Bzgl Erkrankung:
- es müsste dann eine Schnabelschwäche sein, die sich erst im Alter ausbildet da ich sie bisher nicht bei Jungvögeln beobachten konnte
Eine Internet-Recherche brachte keine weiteren Erkenntnisse.
Mal schaunen wie sich in den nächsten Jahren diese Beobachtungen entwickeln....
Viele Grüße,
Collurio
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
hallo Collurio
gelungene Zusammenfassung!
dieser Beitrag von Dir sollte vielleicht als Kopie den Ersten Post eines eigenständigen Threads werden. so ließen sich alle weiteren Beiträge in nächster Zeit zu diesem sehr interessanten Thema bündeln (und alle bisherigen verlinken).
es ist wohl ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
bei Alter und Abnutzung besteht sicherlich ein Zusammenhang.
eine Wachstumsstörung des Schnabelhorns wäre natürlich auch eine Möglichkeit. vielleicht reduziert sich das Wachstum dieser Hornschicht aber auch einfach nur bei hohem Alter. dein Argument mit den letzten milden Wintern, mit weniger oft zugefrorenen Gewässern ist relevant.
bei den Fotos im Netz, die ich bisher gefunden habe, lässt sich keine Abnutzung erkennen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:E ... enwald.jpg
https://www.naturepl.com/stock-photo-ki ... 45804.html
https://www.pixtastock.com/photo/62722104
https://www.pixtastock.com/photo/79236671
auffällig im Vergleich für mich ist die matte glanzlose Gefiederfärbung bei deinem Exemplar. vor allem das Orange im Brustbereich geht ja schon ins Weißliche über. auch die Ausfärbung des Unterschnabels ist weniger ausgeprägt.
Grüße
Alcedo
gelungene Zusammenfassung!
dieser Beitrag von Dir sollte vielleicht als Kopie den Ersten Post eines eigenständigen Threads werden. so ließen sich alle weiteren Beiträge in nächster Zeit zu diesem sehr interessanten Thema bündeln (und alle bisherigen verlinken).
es ist wohl ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
bei Alter und Abnutzung besteht sicherlich ein Zusammenhang.
eine Wachstumsstörung des Schnabelhorns wäre natürlich auch eine Möglichkeit. vielleicht reduziert sich das Wachstum dieser Hornschicht aber auch einfach nur bei hohem Alter. dein Argument mit den letzten milden Wintern, mit weniger oft zugefrorenen Gewässern ist relevant.
bei den Fotos im Netz, die ich bisher gefunden habe, lässt sich keine Abnutzung erkennen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:E ... enwald.jpg
https://www.naturepl.com/stock-photo-ki ... 45804.html
https://www.pixtastock.com/photo/62722104
https://www.pixtastock.com/photo/79236671
auffällig im Vergleich für mich ist die matte glanzlose Gefiederfärbung bei deinem Exemplar. vor allem das Orange im Brustbereich geht ja schon ins Weißliche über. auch die Ausfärbung des Unterschnabels ist weniger ausgeprägt.
Grüße
Alcedo
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Susanne,
wie schön! eine Schleiereule! hab schon ewig keine mehr gesehen.
Gruß
Alcedo
wie schön! eine Schleiereule! hab schon ewig keine mehr gesehen.
Gruß
Alcedo
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Ilja,
Sperber bei der Jagd beobachten zu dürfen ist immer ein Spektakel. gerade die Wendigkeit der kleineren Sprinze ist d e r Hingucker. die scheinen manchmal bei hoher Geschwindigkeit im 90-Grad-Winkel um Hindernisse wie Hecken oder Zäune herumzukommen. ist aber nicht immer erfolgreich.
da hätt ich auch gern zugeschaut.
Grüße
Alcedo
Sperber bei der Jagd beobachten zu dürfen ist immer ein Spektakel. gerade die Wendigkeit der kleineren Sprinze ist d e r Hingucker. die scheinen manchmal bei hoher Geschwindigkeit im 90-Grad-Winkel um Hindernisse wie Hecken oder Zäune herumzukommen. ist aber nicht immer erfolgreich.
da hätt ich auch gern zugeschaut.
Grüße
Alcedo
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Wolfgang,
das Arrangement mit dem Singschwan ist Klasse!
Gruß
Alcedo
das Arrangement mit dem Singschwan ist Klasse!
Gruß
Alcedo
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
hallo Uli
sehr schönes Exemplar. das rötlich eingefärbte Auge haben nur ältere Männchen.
das ockerfarbene Brustgefieder ist prächtig: gefällt mir sehr!
Vielen Dank dafür.
Gruß
Alcedo
sehr schönes Exemplar. das rötlich eingefärbte Auge haben nur ältere Männchen.
das ockerfarbene Brustgefieder ist prächtig: gefällt mir sehr!
Vielen Dank dafür.
Gruß
Alcedo
- J W vom Berge
- Beiträge: 2153
- Registriert: 11 Aug 2020, 15:03
- Wohnort: Bad Salzuflen
Re: Beobachtungen im Dezember 2024
Die Überflieger und ich sagen erst einmal *Tschüss*
Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit und in der
Natur viele schöne Momente die euch gut tun
Gruß JP
Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit und in der
Natur viele schöne Momente die euch gut tun
Gruß JP
