hoffentlich sieht Alcedo es mir nach, wenn ich für die Fotos und ein paar Zeilen von mir jetzt einfach einen neuen Thread über unseren gestrigen Besuch in der Wagbachniederung aufmache. Es passt vielleicht nicht alles in einen Beitrag und ich möchte den Mai-Thread nicht mit dem Spezialthema überladen, auch wenn Alcedo dort schon ein schickes Bild der Kanadagänse eingestellt hat. Mehrere Familien ließen sich durch die Besucher kaum dabei stören, auf den Wegen zwischen den Becken zu grasen.
In den Becken war deutlich mehr Wasser als bei den letzten Besuchen. Fast überall sah man erstaunlich viele Kolbenenten. Daneben gab es natürlich Blässhühner, Stockenten, Tafelenten, Höcherschwäne, Haubentaucher, Grau- und Kanadagänse sowie wenige Nilgänse, vereinzelte Kormorane, zwei Graureiher und reichlich Lachmöwen. Die möglicherweise anwesenden Zwergmöwen konnten wir leider nicht ausmachen. Die große Wasserfläche (3c) hatte keine sichtbare Schlammfläche und so auch keine Limikolen. Bei denen beliebter war auch schon immer das kleine Becken 4b, letztes Jahr trockengefallen, hat es seit einigen Wochen dank ersetzter Pumpe wieder Wasser, wie wir erfuhren. Dort schwammen zusätzlich Zwergtaucher, Teichrallen, Reiher- und Löffelenten und im Hintergrund liefen einige Kibitze herum. Sicht auf diese Schlammfläche bestand in den letzten Jahren nur vom Weg aus über das Wasser hinweg. Kürzlich wurde aber die Vegetation entfernt, die den Blick von der Beobachtungshütte aus versperrte.
Das weitläufige Becken 5 ist vom Hauptquerweg aus stellenweise gut zu überblicken, aber da ist schon ein Spektiv nötig, um das Getümmel auf Wasser und Schlamm zu identifizieren. Damit fanden sich im Laufe der Stunden Flussregenpfeifer, Schwarzhalstaucher, Schnatterente, Rostgans, Rotschenkel und Grünschenkel und Bachstelzen. Das einzige, was hier in fotografierbare Nähe vorrückte war ein verwirrender Pieper, der schließlich eindeutig als Singdrossel bestimmt werden konnte.
