Auch dieses Jahr war ich Ende September / Anfang Oktober ein paar Tage auf Helgoland um einfach mal nichts zu tun zu müssen sondern nur das zu tun was ich möchte. Und auf Helgoland möchte ich am liebsten Vögel beobachten, die Natur genießen, den Kopf mal durchpusten lassen und hier und da ein paar gleichgesinnte treffen.
Die Überfahrt war recht unspektakulär, verglichen mit Fahrten in der Vergangenheit. Zwei Sterntaucher, mehrere Zwergmöwen und viele Trauerenten waren da schon die Highlights.
Sterntaucher
ZwergmöweNach dem Einchecken in die Unterkunft und einem Fischbrötchen war der erste Anlaufpunkt das "Mittelland". Hier war seit ein paar Tagen eine Sperbergrasmücke anwesend, die ich gerne in meine Lifelist aufnehmen wollte. Kein einfaches Unterfangen da der Vogel recht heimlich war.
SperbergrasmückeDie Insel war voller Vögel und die Aussicht auf ein paar schöne Tage sorgte für beste Laune auf meiner Runde um die Insel! Die Wintergoldhähnchen wuselten einfach überall herum und zeigten keinerlei Scheu!
WintergoldhähnchenDas Brutgeschäft der Basstölpel war natürlich schon beendet, einzige und einsame Ausnahme dieser Jungvogel, der aber noch von den Eltern betreut wurde und hoffentlich noch flügge geworden ist:
BasstölpelIch ließ mich treiben und das sollte auch das Motto der nächsten Tage sein...
Kurzzehenlerche
Gelbbrauenlaubsänger
Goldregenpfeifer
Steinschmätzer
Trauerschnäpper
Zwergschnäpper
Gelbbrauenlaubsänger
Waldammer (Lifer)
Zaunkönig
Kornweihe
Meerstrandläufer
Schneeammer
Alpenstrandläufer
Gryllteiste
Seehund
Teichrohrsänger
Brachvogel
Wiesenschafstelze
Kegelrobben
Sterntaucher
Ringdrossel
Gartenrotschwanz (mit Zecke am Auge)
SteppenmöweInsgesamt kamen 100 Arten zusammen. Das Wetter war während des gesamten Aufenthalt auf der Insel fast schon zu gut. Etwas schlechteres Wetter mit mehr Wind hätte vermutlich zu mehr rastenden (seltenen) Vögeln geführt, aber wer will sich schon über gutes Wetter beklagen... So gingen die Tage wieder viel zu schnell vorbei!
Leider lief mir beim einzigen Regenschauer des Urlaubs, beim Warten auf den Zwergschnäpper, Wasser in das Okular meines Spektivs, so dass es schon am dritten Tag unbrauchbar war. Ärgerlich! Aber ein hoch auf den Kowa-Service! Dieser hat das Okular nach dem Urlaub sehr schnell und unkompliziert und ohne Kosten gegen ein nagelneues Exemplar des Nachfolgemodells ausgetauscht! Und das zwei Monate vor Ablauf der 10-jährigen Garantie! Sowas sollte auch mal erwähnt werden!
Auf der Rückfahrt war die "Helgoland" sehr voll, da es zunächst die letzte Fahrt sein sollte, da Sturm angesagt war. Dieser Sturm brachte dann auch wieder mehr Bewegung in die Vogelwelt der Insel, wie Jürgen ja schon berichtet hat.
LG, Skua
Schweinswal
