Eine Heckenbraunelle

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PetraS
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Eine Heckenbraunelle

#1

Beitrag von PetraS »

Hallo zusammen,

das ist eine Heckenbraunelle, die ich heute in der Bückeburger Niederung gesehen habe? Wenn ich sie sonst mal zu Gesicht bekomme, dann nur, wenn sie mäusegleich am Boden auf Nahrungssuchevrumhuschen. Ist wahrscheinlich nicht ungewöhnlich, aber in einem Gehölz "weiter oben" habe ich sie bis dato noch nicht gesehen
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Liebe Grüße
Petra
SusanneC
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Re: Eine Heckenbraunelle

#2

Beitrag von SusanneC »

Liebe Petra,

es stimmt, meistens sind Heckenbraunellen wie Mäuse unterwegs, gut getarnt am Boden. Sie sitzen aber durchaus auch in der Höhe. Besonders um diese Jahreszeit nutzen sie gerne hoch gelegene Singwarten, also Baumspitzen, Dachfirste oder ähnliches. Ich habe hier gerade ein Duo aus Rotkehlchen und Heckenbraunelle, die bevorzugt recht nah beieinander im Baum sitzen und versuchen, sich gegenseitig zu übertönen.

Viele Grüße, Susanne
PetraS
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Re: Eine Heckenbraunelle

#3

Beitrag von PetraS »

Hallo Susanne,

herzlichen Dank für deine Rückmeldung und die Infos. Und das liebliche Bild des besonderen Gesangsduos habe ich jetzt in meinem Kopf. Wer von den beiden ist denn stimmgewaltiger?

Tja, was soll ich sagen: Ich denke, hier liest jemand mit und ist der Meinung: Recht hat sie, die Susanne - genau so machen wir's. :)

Hab ich doch heute schon wieder eine Heckenbraunelle in "freier Wildbahn" gesehen. Diesmal in einem Baum in der Nähe der hiesigen Aue.
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Liebe Grüße
Petra
SusanneC
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Re: Eine Heckenbraunelle

#4

Beitrag von SusanneC »

Liebe Petra,

ein schönes Foto! Ich mag diese kleinen graubraunen Gesellen: Sehr unauffällig, aber bei genauerem hinsehen mit interessanter Musterung.

Mein Duo hat den Wettbewerb noch nicht so richtig entschieden. Häufig gehen sie nach einer Weile Sängerwettstreit aufeinander los, da bleibt dann eher das Rotkehlchen Sieger.

Viele Grüße, Susanne
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MatthiasM
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Re: Eine Heckenbraunelle

#5

Beitrag von MatthiasM »

Hallo Petra,

ich habe Heckenbraunellen auch eigentlich immer nur an der Futterstelle am Boden beobachten können, also völlig unscheinbar und einem Sperling zum Verwechseln ähnlich. Aber morgens, besonders im Frühjahr, fliegen die nach meiner Beobachtung höher in die Bäume und fangen an zu singen was das Zeug hält. Das traut man dem kleinen Vogel erst mal gar nicht zu.
Und ich glaube, ich habe schon wieder ein Foto für den Kalender 2027 :D

Viele Grüße
Matthias
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ilja
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Re: Eine Heckenbraunelle

#6

Beitrag von ilja »

Hallo Petra,
witzig, dass ich gerade heute diese Beiträge gesehen habe, denn heute Vormittag bin ich auch erstmals dieses Jahr einer Heckenbraunelle begegnet und hatte aufgrund des ungwohnten Gesangs hoch in einem Busch erst mit einem rätselhaften Fink gerechnet. Aber der Blick durchs Fernglas hat mich daran erinnert, dass es die sonst so unscheinbar versteckten Braunellen ja auch noch gibt. Sehr schick, die Fotos, die du mitgebracht hast! :-) Also halb so schlimm, dass ich die Kamera nicht auch ausgepackt hatte.
Schöne Grüße. Ilja.
PetraS
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Re: Eine Heckenbraunelle

#7

Beitrag von PetraS »

Hallo Susanne,

ich finde es ja immer wieder faszinierend, wie diese kleinen Federbällchen im Bedarfsfall quasi zu Mr. Hyde mutieren. Wie ist denn die aktuelle Lage - sind sie immer noch im Sängerwettstreit? :)


Hallo Matthias,

vielen Dank auch für deine Rückmeldung. Durch euch habe ich wieder etwas gelernt - im Frühjahr öfter mal in höhere Baumregionen schauen - und die Ohren spitzen ;)

Hallo Ilja,

ja, nicht wahr - Zufälle gibt's. Ein "rätselhafter Fink" wäre aber auch ziemlich spannend gewesen, oder? Danke auch für deine Rückmeldung.

Liebe Grüße
Petra
SusanneC
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Re: Eine Heckenbraunelle

#8

Beitrag von SusanneC »

PetraS hat geschrieben:
13 Mär 2026, 11:46
Hallo Susanne,

ich finde es ja immer wieder faszinierend, wie diese kleinen Federbällchen im Bedarfsfall quasi zu Mr. Hyde mutieren. Wie ist denn die aktuelle Lage - sind sie immer noch im Sängerwettstreit? :)

Liebe Petra,

bitte entschuldige die verspätete Antwort, ich war einige Tage verreist (Extremadura und Doñana, wunderschön!). Deshalb bin ich gerade auch nicht auf dem neuesten Stand, was meine beiden Sänger so machen. Ich werde in den nächsten Tagen wieder darauf achten. Heute habe ich zwar beide gehört, sie schienen aber etwas weiter voneinander entfernt zu sein.

Viele Grüße, Susanne
PetraS
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Re: Eine Heckenbraunelle

#9

Beitrag von PetraS »

SusanneC hat geschrieben:
16 Mär 2026, 21:42

Liebe Petra,

bitte entschuldige die verspätete Antwort, ich war einige Tage verreist (Extremadura und Doñana, wunderschön!). Deshalb bin ich gerade auch nicht auf dem neuesten Stand, was meine beiden Sänger so machen. Ich werde in den nächsten Tagen wieder darauf achten. Heute habe ich zwar beide gehört, sie schienen aber etwas weiter voneinander entfernt zu sein.

Viele Grüße, Susanne
Liebe Susanne,

ich bin auch nicht immer schnell - obwohl ich nicht im Urlaub war. Ich könnte mir vorstellen, dass du dort bestimmt tollen Beobachtungen machen konntest?

Neben der singenden Heckenbraunelle an der Aue habe ich jetzt auch mal den Garten beobachtet. Und - die "klassische", also am Boden rumdüsende Heckenbraunelle ist auch noch vorhanden.

Neulich habe ich hier Kurpark morgens zwei Rotkehlchen beobachten können. Ich weiß nicht, ob es Balzen war oder "nur" Reviergehabe. Die Zwei standen sich, na ungefähr zwei Rotkelchen-Längen entfernt, gegenüber. Tänzelten hin und her, aber immer auch Abstand bedacht. Das linke Rotkehlchen machte sich dann gaaanz groß, reckte den Kopf nach oben und streckte die Brust ganz weit nach vorne. Saß putzig aus und total süß.

Liebe Grüße
Petra
SusanneC
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Re: Eine Heckenbraunelle

#10

Beitrag von SusanneC »

PetraS hat geschrieben:
24 Mär 2026, 13:13
SusanneC hat geschrieben:
16 Mär 2026, 21:42

Liebe Petra,

bitte entschuldige die verspätete Antwort, ich war einige Tage verreist (Extremadura und Doñana, wunderschön!). Deshalb bin ich gerade auch nicht auf dem neuesten Stand, was meine beiden Sänger so machen. Ich werde in den nächsten Tagen wieder darauf achten. Heute habe ich zwar beide gehört, sie schienen aber etwas weiter voneinander entfernt zu sein.

Viele Grüße, Susanne
Liebe Susanne,

ich bin auch nicht immer schnell - obwohl ich nicht im Urlaub war. Ich könnte mir vorstellen, dass du dort bestimmt tollen Beobachtungen machen konntest?

Neben der singenden Heckenbraunelle an der Aue habe ich jetzt auch mal den Garten beobachtet. Und - die "klassische", also am Boden rumdüsende Heckenbraunelle ist auch noch vorhanden.

Neulich habe ich hier Kurpark morgens zwei Rotkehlchen beobachten können. Ich weiß nicht, ob es Balzen war oder "nur" Reviergehabe. Die Zwei standen sich, na ungefähr zwei Rotkelchen-Längen entfernt, gegenüber. Tänzelten hin und her, aber immer auch Abstand bedacht. Das linke Rotkehlchen machte sich dann gaaanz groß, reckte den Kopf nach oben und streckte die Brust ganz weit nach vorne. Saß putzig aus und total süß.

Liebe Grüße
Petra
So, nun bin ich wieder auf dem aktuellen Stand, was meine Sänger angeht: Es sind jetzt zwei singende Heckenbraunellen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das zwei benachbarte Reviere bedeutet oder ob auch die Weibchen singen. Meine Rotkehlchen sind da, sind aber gerade etwas zurückhaltend. Übrigens ist es wohl eher Reviergehabe, wenn sie mit vorgestreckter Brust voreinander stehen. Ich habe schon öfter beobachtet, dass das in „Handgreiflichkeiten“ übergeht, und sie sich dann durch die Büsche jagen.

In der Extremadura und Doñana konnte man in der Tat wunderbare Beobachtungen machen: Gänse-, Mönchs- und Schmutzgeier, Schwarzstörche, diverse Reiherarten von Zwergdommel bis Purpurreiher, Limikolen. Außerdem gab es Seidensänger, Blaumerlen, sehr viele Grauammern (die hier bei uns gar nicht mehr zu sehen sind), Hauben- und Kalanderlerchen. Besonders habe ich mich über Rotkopfwürger, Triel und Kammbläßhuhn gefreut, aber auch über eine winzige Beutelmeise.
Es fällt sehr auf, dass dort nicht nur die Artenvielfalt wesentlich größer ist als bei uns, sondern auch die Zahl der Vögel. Auf jedem Zaun eine Lerche oder Grauammer, unzählige Sperlinge, Felsenschwalben in den Städten, Greifvögel am Himmel, Leben wohin man schaut. Da wird einem mal wieder richtig klar, wie verarmt unsere Landschaften sind.

Viele Grüße, Susanne
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Alcedo_
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Re: Eine Heckenbraunelle

#11

Beitrag von Alcedo_ »

SusanneC hat geschrieben:
25 Mär 2026, 10:46
[ auch über eine winzige Beutelmeise.
Es fällt sehr auf, dass dort nicht nur die Artenvielfalt wesentlich größer ist als bei uns, sondern auch die Zahl der Vögel. Auf jedem Zaun eine Lerche oder Grauammer, unzählige Sperlinge, Felsenschwalben in den Städten, Greifvögel am Himmel, Leben wohin man schaut. Da wird einem mal wieder richtig klar, wie verarmt unsere Landschaften sind.
Susanne, jetzt hab ich heftigst Heimweh bekommen nach meinen ungarischen Haubenlerchen, Feldspatzen, Grauammern, Stieglitzen, Goldamseln und mehr da ich das lese. weiß auch grad nicht ob Heimweh das richtige Wort ist. mittlerweile müsste ich Fernweh sagen. 1989 als ich hier nach D kam hatte ich einen ordentlichen Kulturschock bekommen ob der Artenarmut der hiesigen Vogelwelt.

zurück zum Topic:
diese Braunellen gibt es hier bei uns leider nicht im Siedlungsbereich. habe sie nur im Wald gesehen. und in einer dichtbewachsenen Tannenbaumplantage am Waldrand da sehe ich sie regelmäßig auf den höchsten grünen Spitzen singen.

Petra, hast sie herrlich erwischt in freier Wildbahn: beide Fotos gefallen mir.

Grüße
Alcedo
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SusanneC
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Re: Eine Heckenbraunelle

#12

Beitrag von SusanneC »

Hallo Alcedo,

hier sind Heckenbraunellen recht häufige Gartenvögel, sie kommen auch gerne im Winter an die Futterstellen im Garten oder auf dem Balkon. Meist sammeln sie dann am Boden das auf, was die Meisen von den Meisenknödeln herunter fallen lassen. Wo sie brüten, das wissen sie nur alleine, aber man sieht sie in einigen Wochen auch mit Nachwuchs.

Wenn Dein Umzug von Ungarn nach Deutschland schon 1989 ein Kulturschock war, dann muss es ja heute noch viel schlimmer sein für Dich. 1989 ist nun schon eine Weile her, damals ging es noch so einigermaßen im Vergleich zu heute. Ich habe den Eindruck, dass gerade in den letzten zehn Jahren noch einmal sehr viele Vögel verloren gegangen sind :cry: Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen…
Feldsperlinge werden immer weniger, Haubenlerchen habe ich hier noch nie gesehen. Grauammern gab es vor einigen Jahren mal ein Paar an der Bislicher Insel, leider nur für einen einzigen Sommer.

Viele Grüße, Susanne
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Alcedo_
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Re: Eine Heckenbraunelle

#13

Beitrag von Alcedo_ »

hallo Susanne

Danke für die Antwort.
nun, ich fürchte es stellt sich mit der Zeit ein gewisser Gewöhnungseffekt ein. man erfreut sich an dem Wenigen das noch da ist und ich picke mir die Highlights halt als Extra-Schmankerln raus: Rotmilane hatten wir in der pannonischen Tiefebene nicht. Amseln und Wacholderdrosseln in den Ortschaften gar nicht und die riesigen Bergfinkenschwärme kenne ich sowieso nur von hier. weil es dort ja keine großen Buchenwälder gab.

so kann ich mich über jede Gabelweihe freuen und jede Schwarzdrossel auf der Dachfirst. und über jede Heckenbraunelle. die Verbreitungskarte von Prunella modularis zeigt genau in der Gegend wo ich aufgewachsen bin einen großen weißen Fleck.

Gruß
Alcedo
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PetraS
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Re: Eine Heckenbraunelle

#14

Beitrag von PetraS »

Hallo Susanne,

vielen Dank für deine Rückmeldung und die "Aufklärung" bezüglich der Handgreiflichkeiten. Ich denke auch, die beiden Rotkehlchen waren sich dann wohl nicht so richtig grün. Bin auch gespannt, wie es mit "deinen" Sänger weitergeht.

Deine Urlaubsbeobachtungen klingen geradezu paradiesisch. Ach, wäre das schön, wenn es bei uns auch noch so wäre. Ja, ich empfinde es als unglaublich bedrückend und traurig, wie verarmt und irgendwie eintönig unsere Landschaften vielerorts sind.

Hallo Alcedo,

herzlichen Dank auch für deine Rückmeldung. Deine Heim- bzw. Fernweh kann ich gut nachvollziehen. Erinnere mich, dass ich von deinem Kulturschock auch in einem anderen Thread gelesen habe. War das tatsächlich 1989 auch schon so heftig?

Ja, die Wahrnehmung verändert sich - und damit werden "Dinge" wohl auch zur Selbstverständlichkeit, die vorher undenkbar waren.

Liebe Grüße
Petra
PetraS
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Re: Eine Heckenbraunelle

#15

Beitrag von PetraS »

Guten Abend,

eine Heckenbraunelle von heute Morgen aus dem Nachbarort in Nähe der Aue. Diesmal nicht oben in einem Gebüsch oder wuselnd unter am Boden - sondern im Rapsfeld. Welches in de letzten zwei Tagen - was die Farbe angeht - geradezu "explodiert" ist.
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Liebe Grüße
Petra
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