In diesem Jahr konnte ich dann endlich mal wieder an unserer " Uhulogen Birdrace-Trainingstour" teilnehmen. Die "Uhulogen" sind das Team, mit dem ich zu meiner Zeit in meiner Heimat Detmold gestartet bin und jährlich machen wir eine Tour in interessante Gegenden. In diesem Jahr sollten also mal die Vögel der Weinberge trainiert werden.
Es wurde also recherchiert und das Rheingau bei Rüdesheim am Rhein als lohnenswert rausgepickt. Immerhin sind hier die nördlichsten Vorkommen der Zaunammern anzutreffen, einer Art, die ich in Deutschland noch nie gesehen hatte...
Am Freitag ging es also schon früh auf die Piste und um 10.00 Uhr traf ich auch pünktlich am vereinbartem Parkplatz bei Rüdesheim ein. Die anderen drei Uhulogen hatten sich allerdings um eine halbe Stunde verspätet, also machte ich schon einmal eine Minirunde in die Weinberge. Und was soll ich sagen - schon nach ca. 50 Metern sang da schon die erste Zaunammer! Genial!


Nachdem die anderen dann eingetroffen waren sind wir gemeinsam durch die Weinberge gewandert und es wurde immer heißer Das war so nicht vorhergesagt. Zwar konnten wir noch mehrere Reviere der Zaunammer ausmachen und wir hatten auch den Verdacht auf eine Zippammer aber insgesamt tat sich doch eine gewisse Ernüchterung auf. Weinanbau ist heute dann doch grpßflächig auch Intensivlandwirtschaft und große Teile der Berge sind äußerst Artenarm. Man findet doch recht wenige Blühpflanzen und Insekten und das merkt man an auch an der Vogelwelt.
Vielleicht auch deshalb ging der Blick dann immer häufiger auch auf den dahinfließenden Rhein. Hier konnten wir neben ein paar Möwen und Kormoranen auch ein Gänsesägermännchen ausmachen. Und auch der Blick in den Himmel war immer wieder lohnenswert. Einige Schwarz- und Rotmilane kreisten hier ebenso wie Turmfalken und einmal einem Wanderfalken. Tja, und dann kam da eine Weihe angeflogen die wir allerdings erst entdeckten, als sie schon quasi an uns vorbei geflogen war. Man konnte erkennen, das die Flügel schmal und spitz zulaufend waren und man konnte einen weißen Bürzel erkennen. Ich konzentrierte mich dann ganz auf die Fotografie um ein paar Belegbilder zu schießen. Man kann nicht viel drauf erkennen. Aber man erkennt, das es ein Jungtier ist. Ich kann nur sagen Wiesen- und Steppenweihe mit einer leichten Tendenz zur Steppenweihe da die Spitzen der äußeren Armschwingen weiß zu sein scheinen und die Handschwingen gänzlich schwarz erschienen. Das Tier hat sich nicht einmal gedreht und somit kann ich nicht zu einer evtl. Boa oder Kopfzeichnung sagen. Vielleicht seht ihr ja noch etwas, was mir entgangen ist?

Dann ging es in die Ferienwohnung und anschließend essen. Den Abschluß haben wir dann am Rhein in einem Auwald gemacht. Herrlich - soviele Nachtigallen hören zu können!








