Countersinging...???

Bestimmungsanfragen zu Vögeln, deren Federn, Stimmen etc.
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Benutzer 2933 gelöscht

Countersinging...???

#1

Beitrag von Benutzer 2933 gelöscht »

hallo,

..kann jemand kurz erklären was bei den vögeln COUNTERSINGING ist..??? .. mich inerressiert auch kann ein single vogel.. diese art von gesang auch vortragen??

...dank schee!!

liebe grüße, johannes birds kursana
martinmiethke

Re: Countersinging...???

#2

Beitrag von martinmiethke »

Den Begriff kenne ich noch gar nicht … :o
Deleted User 880

Re: Countersinging...???

#3

Beitrag von Deleted User 880 »

martinmiethke hat geschrieben: ↑
13 Okt 2019, 12:42
Den Begriff kenne ich noch gar nicht … :o
Dann googelt mal nach Kontergesang, da werdet Ihr fündig ;)

Gruß Helge
martinmiethke

Re: Countersinging...???

#4

Beitrag von martinmiethke »

Flatfischer hat geschrieben: ↑
13 Okt 2019, 16:39
martinmiethke hat geschrieben: ↑
13 Okt 2019, 12:42
Den Begriff kenne ich noch gar nicht … :o
Dann googelt mal nach Kontergesang, da werdet Ihr fündig ;)
Aah … alles klar, Danke!
„Wechselgesang“ hätte ich gleich verstanden :-)
Benutzer 2933 gelöscht

Re: Countersinging...???

#5

Beitrag von Benutzer 2933 gelöscht »

hallo,
wechselgesang zur revierabgrenzung benachbarter vögel ... und z.b. verpaarter vögel..wobei ein partner den gesang wiederholend imitiert.


> XC .. 3 beispiele: https://www.xeno-canto.org/explore?quer ... singing%22

mich hatte hier die letztere mgm early morning..interressiert...gleiche "strophe in juni 2019" gehabt...wissen ob diese form der strophe {..kurze} als kontergesang spezifisch analyziert wird - und ob der reviernachbar akustisch dabei mitmachen muß. -- bei meiner mgm war m.e. nur eine goldammer . feldsperlinge - und ein rohrsäner anwesend, wärend ihres gesanges. -- ...ist hier auch revierabgrenzung zwischen unterschiedlichen species möglich?

vielen dank bis nun.....

liebe grüße, johannnes
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Annette
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Re: Countersinging...???

#6

Beitrag von Annette »

Hallo Johannes,

ich kenne den Begriff auch nicht. In dem von dir angeführten Beispiel höre ich eine zweite Mönchsgrasmücke leise im Hintergrund (allerdings erst im zweiten Teil der Aufnahme). Ob die Verkürzung der Strophe, die hier hörbar ist, damit zusammenhängt, dass ein zweiter Vogel zugegen ist, weiß ich nicht.

Wechselseitigen Gesang als Funktion zur Revierabgrenzung habe ich auch bei Grasmücken unterschiedlicher Arten beobachtet: Z.B. Mönchsgrasmücke und Gartengrasmücke im gleichen Busch abwechselnd singend. Die haben ihre Strophen in meinem Beispiel dann aber voll ausgesungen. So was gibt es auch bei Nachtigall und Sprosser. Weitere Beispiele sind mir persönlich ad hoc gerade nicht in Erinnerung, was nicht heißt, dass es das nicht gibt.

Meiner Erfahrung nach singen Vögel auch unterschiedlicher Arten, die direkt benachbart sind, tendenziell eher im Wechsel als gleichzeitig drauf los, ohne dass das der Revierabgrenzung dienen muss. Vorausgesetzt, es sind nur zwei oder drei Individuen am Start. Es hat den Vorteil, dass jeder einzelne besser hörbar ist. Bei sehr vielen Vögeln (Beispiel frühmorgendliches Konzert im Frühling) ist das dann nicht mehr so. Da überlagern sich die Stimmen.

Es gibt ein Buch zu diesem Thema: Bernie Krause: Das große Orchester der Tiere. Vom Ursprung der Musik in der Natur. Dort ist beschrieben, wie sich in einem intakten Naturraum jedes Tier (nicht nur Vögel) seine Klangnische sucht. Alle Stimmen zusammen ergeben dann ein harmonisches Ganzes wie in einem Orchester. Leider gibt es solche intakten Klanglandschaften kaum noch, da es fast nirgendwo mehr Plätze gibt, die nicht von menschlichem Lärm beeinträchtigt sind.

LG Annette
Benutzer 2933 gelöscht

Re: Countersinging...???

#7

Beitrag von Benutzer 2933 gelöscht »

liebe annette,

..."nicht gleichzeitig" .. könnte man auch als 'natürlichen respekt u. anstand der vögel bezeichnen .. und außerdem nur so macht zusammenleben spass!!'

-- ...die heirat innerhalb einer familie, war in den naturvölkern bei den menschen...nicht geduldet - aber halt nicht wegen gen gesunderhaltung, sondern weil ""hochzeitsfeste in der familie .. LANGE NICHT SO GROOVEN WIE FESTE ZWISCHEN 2 benachbarten STÄMMEN" .. will sagen NUR GEMEINSAMM MACHTS SPASS!!!!!""

..ich habe hier vor unserem kursana mehrere male im mai-juli SEHR FRÜHE MORGENAUFNAHMEN GEMACHT..hier sind nebenan großgebietige klasse gärten - krautgärten und park .. und entfernterer mischwald. -- bei diesen aufnahmen vor unserem heim im frühsommer ..geht der punk ab!!

__________________

zu deiner "mgm && gartengrasmücke" ...hier ein "wohl-kontergesang" von mir aufgenommen in einem kleinem u.a. todtholzgebiet zwischen feldern u. mischwald: https://www.xeno-canto.org/494808

tschau annette!

grüße, johannes
Zuletzt geändert von Benutzer 2933 gelöscht am 14 Okt 2019, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
martinmiethke

Re: Countersinging...???

#8

Beitrag von martinmiethke »

Annette hat geschrieben: ↑
13 Okt 2019, 20:38
Es gibt ein Buch zu diesem Thema: Bernie Krause: Das große Orchester der Tiere. Vom Ursprung der Musik in der Natur. Dort ist beschrieben, wie sich in einem intakten Naturraum jedes Tier (nicht nur Vögel) seine Klangnische sucht. Alle Stimmen zusammen ergeben dann ein harmonisches Ganzes wie in einem Orchester. Leider gibt es solche intakten Klanglandschaften kaum noch, da es fast nirgendwo mehr Plätze gibt, die nicht von menschlichem Lärm beeinträchtigt sind.
Das klingt ja hochinteressant, Annette :-)
Benutzer 2933 gelöscht

Re: Countersinging...???

#9

Beitrag von Benutzer 2933 gelöscht »

... muß ja auch kein Intatkter Klangraum sein...

m.e. kommen die tiere phantastisch mit "lärm v. menschen" zurecht. ....ich hatte hierbei schon oft den eindruck... die können stadtlärm in ihren ohren rausfiltern

... z.mind. ..sind sie in der lage arteigenen sound über 80 m z.b. exact zu hören...auch wenn das menschliche ohr...hierbei schon längst volumenmäßig "nicht mehr etwas wahrnimmt"! ...ich wunderte mich so oft wie z.b. meisen in meiner ehemaligen strasse auf sound ihrer species reagierten.. welche ich in meiner küche am pc gerade bearbeitete. ...und in dieser strasse waren autos nicht zu wenige vorhanden!

...und weiß ja auch jeder z.b.beim überfliegen eines flugzeugs... wird der geasang oder ruf des vogel verstärkt vorgetragen.

...ne weiterführende "witzige" frage dazu: "sollte man diese sounds" ...wohl eher INDIVIDUUMS-ZENTRIERT beleuchten??? .. na des is ja zu verrückt. :roll: :roll: ....aber zumindestens in erwähgung ziehen sollte man das 1 x im leben haben. -- {{fragts mich dazu auch nicht weiter.....weil wie sollten des dann gehen?}} :D :D :D :roll:

also bin mal wieder typisch-johannesmäßig abgeschweift! sorry.

beste grüße, johannes birds kursana
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Annette
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Re: Countersinging...???

#10

Beitrag von Annette »

robinie zwo hat geschrieben: ↑
14 Okt 2019, 16:19
... muß ja auch kein Intatkter Klangraum sein...

m.e. kommen die tiere phantastisch mit "lärm v. menschen" zurecht. ....ich hatte hierbei schon oft den eindruck... die können stadtlärm in ihren ohren rausfiltern

...ne weiterführende "witzige" frage dazu: "sollte man diese sounds" ...wohl eher INDIVIDUUMS-ZENTRIERT beleuchten??? .. na des is ja zu verrückt. :roll: :roll: ....aber zumindestens in erwähgung ziehen sollte man das 1 x im leben haben. -- {{fragts mich dazu auch nicht weiter.....weil wie sollten des dann gehen?}} :D :D :D :roll:
Hallo Johannes,

ja, sie kommen zurecht (irgendwie) und trotzdem ist die Klanglandschaft beeinträchtigt, wenn das Ökosystem gestört wird und das ist nachweisbar zu hören.

Beschrieben wird dies in oben genanntem Buch von Bernie Krause. Er hat die Klanglandschaften in allen möglichen Teilen der Welt aufgenommen und analysiert. Dabei hat er das Augenmerk bewusst auf das hörbare "Ganze" gelenkt. In intakten Klanglandschaften ist es so, das jeder Frequenzraum als Nische von einer Stimme besetzt wird. Sie verweben sich zu einem harmonischen komplexen Muster. Auch Naturgeräusche, wie Wellenrauschen z.B. fügen sich dort ein. Sowie das Ökosystem gestört wird - z.B. durch menschlichen Lärm oder aber auch z.B. durch den Wegfall bestimmter Arten (z.B. wegen Abholzung oder Entwässerung von Mooren) entstehen Löcher im Klanggewebe. Das im Einzelnen zu erläutern, führt hier zu weit. Wen das näher interessiert, sei auf das Buch verwiesen.

Ich habe solche intakten Klangräume ansatzweise noch im Unteren Odertal 2017 erfahren, wenn z.B. nachts die Laubfroschkonzerte zu hören waren. Aber selbst im Nationalpark gibt es schon Einschränkungen.

Die individuumzentrierte Herangehensweise ist die, die ja die meisten Soundforscher anwenden, wenn sie Tierstimmen aufnehmen und analysieren. D.h. es wird ein Ausschnitt der Einzelstimme aufgenommen und isoliert betrachet. Zeichnet man viele Einzelstimmen einer Art auf, so gelangt man zu einer Schnittmenge dessen, was zum artspezifischen Spektrum an Lautäußerungen einer bestimmten Tierart gehört. Das ist die herkömmliche Herangehensweise und führt auch zu bestimmten Ergebnissen.

Aber das ist eben nur eine Seite der Medaille. Man kann den Blickwinkel erweitern und ganze Ökosysteme klanglich betrachten oder man kann ihn verengen und individuumspezifische Abschweifungen einzelner Individuen von der "arttypischen" Lautäußerung betrachten oder bestimmte Vorlieben und Abneigungen. Die gibt es natürlich. Jeder Vogel hat seinen eigenen Charakter. Jeder Gesang ist ein persönlicher "Finger"abdruck des Einzelvogels.

LG Annette
Benutzer 2933 gelöscht

Re: Countersinging...???

#11

Beitrag von Benutzer 2933 gelöscht »

...klangbilder des gesammten ökosystems

auf der grenzkopfwiese im augsburger stadtwaldes hatte ich eine timersession über 2-3 tage....ich befestigte dabei meinen recorder im präperierten großem stück baumrinde welches ich mit 2 schrauben am stammes einer conifere befestigte. ...dies war nun extrem eng ....und ich erhielt, glaube ich soweit ich erinnere den baumstamm wohl als klangkörper mit geliefert.

...das brachte mich nun auf den gedanken.."warum sollen alles bäume insofern nicht alle ' ' klangkörper- aufnahme instrumente ' ' für unsere "mutter erde" sein.. ..vielleicht ernährt sich ja die mutter erde dadurch...oder vielleicht interressiert es sie auch "was ihre kinder für sachen machen"?

..a bissle verrückt, oder?

...ebenso hatte ich mal "baumstamm-klangkörper-drumming eines schwarzspechtes beim höhlenbau .... https://www.xeno-canto.org/explore?quer ... %20trapped .. der witz an der sache... der recoder war in einem holz-nistkasten ...[zwischen stamm & nistkasten war ein 2 cm starker schaumsttoff dabei]
..es wirkte stamm und nistkasten als klang-körper-instrumente. ... halt z.b. wie ein gitarren-holzköper.

...naja alles unter der annahme...dass die erde mithört bei uns!


beste grüße, johannes birds kursana
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