endlich komme ich dazu, ein bisschen von unserem Treffen in der Wagbachniederung am vorigen Sonntag zu berichten.
Insgesamt waren wir zu sechst unterwegs, neben Elke auch Roland, der extra den langen Weg aus der Kölner Gegend angefahren war, und noch drei nicht-Forianer, die z.T. auch letztes Jahr schon dabei gewesen waren. Wir hatten tolles sonnig warmes Wetter, der erste fast-Sommertag. Die Grenze der Regengebiete blieb weiter nördlich als zuerst gedacht.
Etliche vertraute Vögel vom letzten Jahr sahen wir wieder, manches weniger, manches besser. In den Becken gab es reichlich Wasser und so waren viele verschiedene Enten und Gänse unterwegs: Kolbenente, Löffelente, Stockente, Tafelente, Schnatterente, Reiherente, Graugans, Kanadagans, Nilgans sowie Höckerschwäne (brütend), dazu Blässhühner (mit Küken), Haubentaucher und Schwarzhalstaucher. Von den Reihern fanden wir einen Graureiher im großen See, einen Silberreiher in der Abenddämmerung auf einem Baumwipfel und Purpurreiher einzelne Male überfliegend.
Wie es aussieht brüten sie mittlerweile gar nicht mehr in der Wagbachniederung, nur noch vereinzelt, verteilt im weiteren Umland. In den entsprechenden Ecken gibt es lediglich noch einzelne Lachmöwennester auf den Schilfbüscheln.
Obwohl der Wasserstand im üblichen kleinen Becken eine veritable Ufer-Schlammfläche erzeugte, waren die in letzter Zeit hier oft gemeldeten Stelzenläufer leider nicht zu sehen. Dafür konnten wir einen Rotschenkel und einen Bruchwasserläufer entdecken. Vielleicht hat Roland von denen ein schönes Foto?
Neben unendlich vielen Mönchsgrasmücken und Zilpzalps sangen auch wieder einige Nachtigallen, teils gut versteckt, teils etwas distanziert.
Vereinzelt waren Teichrohrsänger zu hören, zeigten sich für ein Foto aber zu kurz. Die Sumpfrohrsänger waren etwas häufiger und zumindest halb zeigefreudig.
Ein halbwegs passables Foto ließ auch dieser Revierbesinger zu:
Am schönsten und ganz nah possierten unter den Singvögeln dieses Jahr ein weiblicher Bluthänfling direkt am Weg, während das Männchen weiter entfernt auf einem Busch saß, sowie eine Singdrossel, die uns im Abendlicht auch direkt am Weg ein Abschiedsständchen sang - völlig unbeeindruckt von den Kamera-bewaffneten Menschen, die sich vorbeidrückten.
