BirdNET-Go - Achtung, Technik

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sigurdmahr
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BirdNET-Go - Achtung, Technik

#1

Beitrag von sigurdmahr »

Hallo,

ich bin mir unsicher, ob mein Beitrag hier überhaupt von Interesse ist, wenn nicht, einfach nicht weiterlesen... ;-)

Ich bin kein Ornithologe, sondern ein Informatiklehrer im Ruhestand, der gerne Projekte mit Raspberry Pis, ESP32 usw. bastelt.

Zurzeit habe ich einen Stack zum Laufen gebracht, bei dem (jetzt in Kurzform, um nicht zu technisch zu werden) ein ESP32 mit Mikrofon im Garten Audiosequenzen aufnimmt und diese an BirdNET-Go auf einem Raspberry Pi sendet. Audiosequenzen deshalb, weil ich dort keinen Stromanschluss habe und alles an einem Akku läuft. Ein Python-Skript wandelt die Audioschnipsel in einen Stream um, den BirdNET-Go auswerten und darstellen kann.

Ein weiteres Python-Skript exportiert die BirdNET-Go-Daten dann zu einem weiteren Raspberry Pi mit InfluxDB und Grafana, womit differenziertere Darstellungen möglich sind. Ich habe hier einen Grafana-Screenshot angehängt.

Das ist alles natürlich ein eher technisch orientiertes Hobby-Projekt ohne irgendeinen wissenschaftlichen Anspruch oder entsprechende Erkenntnisse. Auch hält sich die Biodiversität in Grenzen, siehe Screenshot von BirdNET-Go.

Falls jemand Interesse hat, sich über all das auszutauschen, biete ich gerne an, mit mir in Kontakt zu treten, gerne auch per PM.

Sigurd
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Kabe
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Re: BirdNET-Go - Achtung, Technik

#2

Beitrag von Kabe »

Spannendes Projekt!

Ein Hinweis vielleicht zu Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Vielleicht kann man daraus weitere relevante akustische Faktoren ableiten?

Auch lassen sich evt. die einzelnen Arten in einem dreidimensionalen Raum (Zeit, Temperatur, Luftfeuchtigkeit) plotten.

Gibt es zu dem Projekt irgendwelche Doku auf GitHub o.ä,.?

Bin gespannt! Alles Gute!

Klaus
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sigurdmahr
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Re: BirdNET-Go - Achtung, Technik

#3

Beitrag von sigurdmahr »

Das alles läuft erst seit gut einer Woche und ist bisher komplett "auf meinem Mist gewachsen", die Software BirdNET-Go (läuft zuverlässig in einem Docker-compose) selbst habe ich natürlich von GitHub, außerdem hat mir "Claude" kräftig bei den Skripten geholfen.

Ich will demnächst mal sehen, wie ich die Auswertung um den Vergleich mit öffentlichen Wetter- und Umweltdaten ergänzen kann. Da gibt es ja einige öffentlich zugängige APIs.

Für statistisch relevante Daten muss alles aber natürlich erst mal viel länger laufen. Und für eine fundierte Deutung bin ich zu sehr biologischer Laie. Einer meiner Söhne promoviert zwar zurzeit in Biologie (Biotechnologie), aber er würde natürlich alles in "r" realisieren. In wieweit ein "dreidimensionaler Raum" in Grafana darstellbar ist, habe ich noch nicht überlegt. Die Wetterdaten stammen von einem eigenen Sensor direkt neben dem Mikrofon-Setup (einem BME280).

Mit der Akustik tüftle ich zurzeit noch (Standort, Ausrichtung des Mikrofons, Gehäuse usw.).

Ich bin dankbar für alle Ideen und Anregungen!


Sigurd
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Werner M
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Re: BirdNET-Go - Achtung, Technik

#4

Beitrag von Werner M »

Hallo Sigurd,

ich habe selbst einen Birdnet Pi, dem ich zur Zeit gerade ein 3D gedrucktes Gehäuse für den Pi, die Stromversorgung und die Mikrofone zeichne. Nachdem ich mich nach ca. 40 Jahren Selbständigkeit in der Elektronikentwicklung in den Ruhestand zurückgezogen habe, habe ich mir einen Traum verwirklicht. Ich habe mir Stereo Kunstköpfe für die Aufnahme von Vogelstimmen entwickelt und gebaut, die schon mal mehrere Tage an interessanten Orten herumstehen und Audio Aufnahmen für mich machen. Angehängt ist noch ein Bild von einem meiner Kunstköpfe, Charly the lonely head.

Es wäre sicher interesant, sich mal zu unterhalten!

Grüße aus Franken, Werner

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Re: BirdNET-Go - Achtung, Technik

#5

Beitrag von thueringer-80 »

sehr interessant!

Gruß Martin_B.
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sigurdmahr
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Re: BirdNET-Go - Achtung, Technik

#6

Beitrag von sigurdmahr »

Hallo Werner,

dein Projekt ist natürlich nicht mit meinem zu vergleichen, du hast einen anderen, professionelleren Ansatz. Vor allem ist der Schwachpunkt bei mir ganz klar das Mikrofon, auch wenn ich inzwischen ein etwas besseres installiert habe. Und bei meinem Setup muss ich im WLAN sein, also in der Nähe meines Routers. Das geht in meinem Garten, sonst aber nicht.

Ich nehme an, dass du alles auf einer SD-Karte o.ä. aufzeichnest und dann später zum Raspi mit Birdnet Pi überträgst - oder?.

Und wie löst du das Problem - ist zumindest bei mir eins - mit der Stromversorgung? Ich habe alles im Hinblick auf eine geringem Stromverbrauch am Akku optimiert.

Viele Grüße aus dem Rheinland
Sigurd
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Werner M
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Re: BirdNET-Go - Achtung, Technik

#7

Beitrag von Werner M »

Hallo Sigurd,

dein Raspberry projekt ist , ich sehe das jedenfalls so, ziemlich aufwendig. Wie lange hast du für die Umsetzung gebraucht?

Professionel hin oder her, man muss Spaß dran haben, es muss interessant sein, und wenn man noch was dabei lernen kann: umso besser.
Ich habe mit Analogtechnik relativ wenig zu tun gehabt. Deshalb bin ich auch sehr unbedarft an die Arbeit gegangen. Für die ersten funktionierenden Mikrofonverstärker habe ich zwei Wochen gebraucht. Für die ersten wirklich rauschfreien Mikrofonverstärker gingen fast zwei Jahre ins Land. Aber ich habe dabei nochmal viel gelernt.

Ich kann den BirdPi auch an die Kunstköpfe hängen, da diese einen Line Ausgang haben. Das ist aber "eigentlich" nicht vorgesehen. Die Aufnahmen mit den Kunstköpfen sind zu meiner persönlichen Freude. Sie werden mit kleinen "stromsparenden" Fieldrecordern im 32 Bit Float Format auf SD Karten aufgenommen. Die anfallenden Datenmengen sind episch, 128GB reichen für ca. 60 Stunden Aufnahme. Die Kunstköpfe besitzen eine Stromversorgung aus LiPos mit 12Ah Kapazität. Damit kann ich sowohl die Verstärker, als auch die Fieldrecorder betreiben.
Durch die Kunstköpfe habe ich mit Kopfhörern den Eindruck, in drei Dimensionen, mitten im geschehen zu sein. Das ist für mich unbezahlbar. Wer hat schon mal erlebt dass ein Wildschwein um dich herumläuft, an dir schnuppert, dir ins linke Ohr pustet und dich anschmatzt.

Die Aufnahmen können dann auch einer Software zugeführt werden, die die Arten bestimmen kann.
Mein BirdPi ist aber unabhängig vom WLan und speichert seine Ergebnisse bis sie abgerufen werden. Der BirdPi hat seine eigenen Mikrofone, die aber glücklicherweise nicht so aufwendig sein müssen.


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